Therapie&Beratung

Therapie&Beratung
Begleitung in Lebenskrisen oder in als hemmend oder bedrohlich empfundenen Zuständen verkürzt die Zeit bis zur Auflösung oder Heilung dieser Erscheinungen oft ganz wesentlich. Dabei kommt es nicht so sehr auf die eingesetzte Technik an, sondern auf Empathie und die Fähigkeit zuzuhören. Bei uns finden Sie die Kompetenz aus mehr als dreißigjähriger Begleitung von Menschen in Heilungs- und Entwicklungsprozessen, aber auch aus Selbsttherapie und Selbstentwicklung, die uns weiterhin begleiten und wachsen lassen.

Alter
„Senioren sollten sich selbst erforschen“ sagt der renommierte Soziologe Leopold Rosenmayr. Er ist selbst schon neunzig Jahre alt und weiß, wovon er spricht. Im Alter werden uns die „Sünden“ der Jugend bewusst. Vieles ist liegen geblieben, vieles harrt heute noch auf eine Antwort. Manches, was wir getan haben, hat auch gegen unsere eigenen Wertvorstellungen verstoßen und belastet unser Gewissen. Der Satz: „Die Vergangenheit muss man ruhen lassen“ funktioniert nicht, weil uns die Vergangenheit durch Erinnerungsanstöße in der Gegenwart nicht in Ruhe lässt. Man muss sich im Alter neu finden, sagt Rosenmayr, man muss suchen, was im Innersten wichtig ist. Das bringt Ruhe, nämlich „ein in sich ruhen“. Und einen Abschied vom Leben, der in Würde und Frieden zelebriert werden kann.

Angststörungen
Viele Menschen leiden unter oft unerklärlichen Angststörungen bis hin zu Panikattacken. Das Herz rast, Furcht vor nicht Erkennbarem beherrscht das Denken. Oft tauchen Zwangsvorstellungen auf, die uns in Situationen lähmen und die Lebensfreude rauben. Hinter der Angststörung steht meist eine nicht verarbeitete Traumatisierung. Ein Unfall oder ein Schock auf Grund von überwältigenden Situationen, ein Entwicklungstrauma durch die erlebte familiäre Konstellation (Scheidung, Tod eines Elternteils, Vernachlässigung) oder eine konstant traumatisierende Lebenssituation (Arbeitslosigkeit, Überforderung, Hilflosigkeit, working poor). Das kann und muss bearbeitet werden, um die Angstzustände zu bewältigen und deren Ursachen zu heilen.

Burnout
Burnout kann jeden treffen. Es ist oft Ursache einer persönlichen Krise, die sich einschneidend auf das eigene Lebenskonzept auswirkt. Wobei wir nicht die „Schuld“ von Burnout ausschließlich dem Betroffenen zuordnen wollen. Denn unsere heutige Gesellschaft profitiert auf äußerst kurzsichtige Weise von dieser Erkrankung und schafft durch den hochneurotischen Leistungsdruck geradezu ideale Bedingungen für ihre Entwicklung. Von Burnout sind vor allem Menschenbetroffen, die ihre Aufgaben sehr ernst nehmen und ihr Bestes geben. Sie gehen dabei leicht über ihre Grenzen und brennen innerlich aus. Wobei das Alter keine Rolle mehr spielt. Schul– und Studiums-Stress belasten heute die Psyche und in der Folge den Körper ebenso stark wie Arbeitsüberlastung. mehr…

Depression
Eine Depression ist in ihrer ausgeprägten Form eine psychische Erkrankung, die unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollte. Da sie oft mit Suizid-Gedanken verbunden ist, muss unbedingt Abklärung und Therapie stattfinden.
Eine Depression kann aber auch situationsbedingt auftreten, etwa bei schweren Belastungen, Burnout, Sinnkrisen, Verlust, Kündigung, Arbeitslosigkeit, Trauma oder anderen überfordernden Ereignissen. In diesem Fall ist sie Begleiterscheinung, die nach der Bewältigung der ursprünglichen Störung meist verschwindet. mehr...

Erschöpfungssyndrom
Es gibt eine Vorstufe zum Burnout, in der sich im Körper und im Geist chronische Müdigkeit oder sogar Erschöpfung zeigt. Paradoxer Weise ist dieser Zustand oft mit Schlafstörungen verbunden, die den Organismus weiter belasten. Das bedeutet, dass der Körper sich nicht mehr ausreichend regenerieren kann und bei anhaltender Belastung mit noch schwereren Symptomen reagieren wird. Aufputschmittel, hoher Kaffee- oder Nikotingenuss oder das Pushen des Energie-Levels durch körperliche oder berufliche Hochleistungen sind nicht nur kontraproduktiv, sondern lösen weitere Problematiken aus. In dieser Phase ist es äußerst sinnvoll, innerlich und äußerlich für einige Zeit abzuschalten und den Erregungspegel zu senken. Dann sollte durch Interventionen wie Inne Halten, Naikan, Meditation, mäßigem Sport, regelmäßiger Bewegung, regenerierende Freizeitaktivitäten und ähnliches eine Reregulierung des Körpers (work-life-balance) eingeleitet werden, in der Regenerationszeiten ebenso hohe Wichtigkeit haben wie Geschäftstermine oder andere Verpflichtungen.

Kontaktschwierigkeiten
Viele Menschen haben Probleme, auszudrücken, was sie bewegt. Diese Schwierigkeiten im Kontakt mit den anderen Menschen hemmen ihr Fortkommen und ihre Selbstentwicklung. Es ist, als ob eine dünne Wand zwischen ihnen und den anderen ist, durch die hindurch sie sich nicht verständlich machen können. Diese Wand ist oft Ergebnis von Erfahrungen des Nicht-Wahrgenommen- oder Nicht-Gehört-Werdens in frühen Jahren. Daraus entwickelt der Betroffene Meinungen von sich selbst, die seinen selbstausdruck hemmen: "Ich bin es nicht wert." oder "Mir hört ja doch keiner zu." und anderes. Diese Selbsturteile zu überwinden öffnet wieder den Kanal zu anderen Menschen und macht Mut, die eigenen Bedürfnisse und Anliegen zu kommunizieren.

Lebenskrisen
Leben ist Wachstum. Und Wachstum ist immer begleitet von krisenhaften Zuständen. Egal ob es eine Trennung ist, ein Berufswechsel, eine psychosomatische Botschaft unseres Körpers oder inneres Chaos, das sich eine neue Ordnung schaffen will – Lebenskrisen sind Chancen, die wir nutzen sollten, um zu werden, was sich in uns weiterentwickelt hat und ausgedrückt werden will. Es kann sich in Burnout, Erschöpfung, einem Unfall/Trauma, einer psychosomatischen Erkrankung oder depressiven Zuständen zeigen – unser Organismus sendet uns damit Zeichen, dass das Leben, das wir jetzt gerade führen, nicht mehr für uns passt und es Zeit ist, diesen Umstand wahrzunehmen.

Psychosomatik
Wenn der Körper mit psychosomatischen Reaktionen wie immer wieder kehrenden Symptomen wie Verkühlungen, Rücken-, Glieder-, Kopf- oder Magenschmerzen auf sich aufmerksam macht, dann ist es Zeit, die eigene Lebenssituation zu betrachten. Der Organismus sendet uns diese Botschaften nicht aus Jux oder Tollerei, sondern als ernst zu nehmenden Hinweis auf eine belastende Störung in der Lebensführung. Verkühlung und Grippe weisen auf ein geschwächtes Immunsystem hin, Organschmerzen auf chronische Verspannungen oder Entzündungen. Nichts davon entsteht zufällig, manches vielleicht aus genetischen Ursachen, aber vieles aus falschen Haltungen und Nicht-Beachtung erster Hinweise wie Unbehagen oder Unzufriedenheit. Ein kurzer Break gibt uns die Möglichkeit, tiefer in diese Botschaften einzutauchen und ihren Zweck zu entziffern. Der Körper hat keine andere Sprache als solche Zeichen und wenn wir sie nicht bald verstehen, dann erhöht er seine Hinweise bis hin zu schwersten, dann oft chronischen Erkrankungen.

Mißbrauch
Im menschlichen Leben und Zusammenleben gibt es Missbrauch in vielfältiger Form. Ob es nun sexueller Missbrauch anderer Menschen ist oder der Missbrauch von Drogen, Alkohol oder anderen Substanzen, ob es Missbrauch der Sinne oder Ausbeutung und Abhängigkeit ist, immer wird das Objekt des Mißbrauchs nicht in seiner Würde, seiner Lebensberechtigung und in seinen Bedürfnissen wahrgenommen. Naikan kann mit seinen Fragen den Blick für Missbrauch klären und die Selbstschädigung durch Sinnesmissbrauch oder Missbrauch von Mitteln vor Augen führen. Naikan hilft aber auch Opfern von sexuellem Missbrauch, aus der Gedankenfalle von Fremd- und Selbstverurteilung, Wut und Scham, auszusteigen und das Geschehen zu verarbeiten. Viele Missbrauchsopfer haben durch Naikan wieder in ihr Leben zurückgefunden, ohne das Erlebte zu bagatellisieren, aber auch ohne die oft lebenslang quälende Frage weiter zu stellen, warum es gerade ihnen passiert ist. Dadurch konnten sie das Unverzeihliche annehmen und ihre Selbstwürde zurück gewinnen.

Sinnfindung
Eine der größten und kaum beachteten Hemmnisse von Motivation und Lebensfreude ist fehlender Lebenssinn. Das Streben nach materiellen Güter, Status und Macht deckt die Frage zu, was wir denn auf dieser Erde wirklich wollen. Und doch ist Sinn in vielen Menschen wirksam. Doch seine orientierende Wirkung wird beiseite geschoben, weil der Alltag drängt, Ängste ablenken, Sicherheitsbedürfnisse gedeckt werden wollen und die Gesellschaft andere Ideale vorschreibt. Dann wird das Leben allmählich leer und das Tun zu reiner Routine. Hinter vielen psychosomatischen Erkrankungen stehen Gefühle von Sinnverlust, die nicht wahrgenommen werden. Ein intensiver Selbstfindungsprozess kann diesen Mangel beseitigen und zu einer befriedigenden Lebensorientierung führen.

Sucht
Gesteigerter Gebrauch und Missbrauch von Substanzen wie Alkohol, Drogen, Tabak, aber auch Essen, Sex, Konsum oder das „Spiel“ an Automaten kann zu Sucht führen. Niemand ist davor gefeit, süchtig zu werden – auch wenn Süchtige sich oft darüber belügen, wie tief sie bereits in ihrem Suchtverhalten verstrickt sind. Naikan wird seit fast 30 Jahren in der Suchttherapie eingesetzt und hat auch einige Male als singuläre Maßnahme Menschen aus ihrem Suchtverhalten heraus geholt. Das ist aber kein Versprechen und aus unserer Erfahrung heraus wird Naikan am besten als Teil eines umfassenden Suchttherapie-Programmes eingesetzt. Allerdings kann es am Anfang, bei Suchtgefährdung oder noch nicht ausgeprägtem Drogen- und Alkoholmissbrauch bereits eine Umkehr initiieren, da es die sozialen, finanziellen und körperlichen Kosten des gefährdenden Verhaltens klar aufzeigt und dadurch eine Wahlmöglichkeit schafft.

Trauma
Viele Probleme entstehen durch nicht verarbeitete traumatische Erfahrungen. Heute ist die Wissenschaft zum Glück in der Lage, die Wirkung von Traumen auf unseren Organismus zu verstehen. Diese Erkenntnisse fließen auch in psychotherapeutische Interventionen oder traumapädagogische Beratung ein und helfen, die gestockte Energien und die blockierenden Ängste zu verstehen und durch sanfte Methoden aufzulösen. Naikan kann eine traumatherapeutische Intervention unterstützen, ist aber nicht als Traumatherapie zu verstehen.

Angebote

Wir bieten Begleitung und Unterstützung der Selbstheilung und Selbstentwicklung durch Psychotherapie, Paartherapie, meditative Selbsterfahrung, Beratung und Körperarbeit.

In der Psychotherapie arbeiten wir mit Hilfe gestaltpsychologischer, gesprächstherapeutischer und bioenergetischer Methoden.

Als meditative Selbstarbeit wird bei uns Naikan und InneHalten eingesetzt.

Unsere Beratungs- und Coachingleistungen leiten sich aus den Methoden der Lebens- und Sozialberatung ab, wie wir sie als Methodenmix in unserer in Kooperation mit dem Zentrum Freiraum in Katzelsdorf angebotenen LSB-Ausbildung entwickelt haben. Sie fundieren auf Naikan, Meditation, Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit im ursprünglichen Sinne (Satipatthana), den Erkenntnissen der humanistischen Psychologie, inkludieren aber auch Ansätze von Jean Gebser, NARM, östlicher Psychologie und Energetik.

Als ideale Ergänzung zu Naikan oder Einzeltherapie, um die Dynamiken einer Partnerschaft konstruktiv in Entwicklungsschritte zu verwandeln, bieten wir Imago-Paartherapie an.