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LB-Gruppe.JPG (20145 Byte) Franz
Ritter

Franz Ritter kam 1978 durch Akira Ishii mit Naikan in Verbindung. In dieser Methode sah er endlich seine beiden großen inneren Entwicklungsgebiete, die Psychodynamik und die Meditation, vereint. Seit den späten sechziger Jahren hat er sich intensiv mit Buddhismus und Meditation beschäftigt. Vorzugsweise am Zen-Weg fand er seine geistige Heimat in jener Zeit. Seit 1974 auch war er durch den Aufbau des Buddhistischen Zentrums in Scheibbs einer der aktivsten Promotoren des Buddhismus in Europa. Durch diese Institution kam er mit vielen buddhistischen, aber auch humanpsychologischen LehrerInnen in direkten Kontakt und lernte bei ihnen. Dabei kam es ihm weniger auf eine bestimmte Richtung, sondern mehr auf die vermittelten Inhalte und die Herzenqualität der LehrerInnen an. 1977 nahm er bei Khamtrul Rinpoche die buddhistische Zuflucht.

1978, im gleichen Jahr, in dem er das erste Mal nach Japan fuhr, begann Franz Ritter sowohl eine psychotherapeutische und eine gruppenorientierte Ausbildung im humanpsychologischen Bereich. „In den folgenden Jahren hat mich die unterschiedliche Beschaffenheit meiner beiden Lebenszweige beinahe zerrissen." erzählt er. „Ein Wochenende in einer lauten, stampfenden Selbsterfahrungsgruppe, das bald darauf von der intensiven Stille einer Meditationswoche abgelöst wurde, diese beiden Extremerfahrungen belasteten mich immer mehr. Deshalb war das erste Naikan-Seminar 1980 unter der Leitung von Akira Ishii eine echte Erlösung für mich. Hier fand ich beides gestillt – meine ungeheure Neugier auf das Innenleben des Menschen und seine in ihm wohnenden Möglichkeiten an Vertiefung seines Erlebens, aber auch die Entwicklung der meditativen Qualität in mir selbst."

Durch seine TZI-Ausbildung, speziell durch die Begegnung mit der Begründerin Ruth Cohn, der er auch einmal als Assistent in einem Seminar beistehen durfte, fand er zu einer potenzialorientierten Sichtweise in der Arbeit mit Menschen. Dieselbe Sichtweise konnte er auch in Naikan wieder erleben – weg vom Defizitdenken, von der Opferhaltung, hin zu einer aktiven, selbstverantwortlichen Lebensgestaltung. Die Meditation als ASC-Zustand wurde durch Naikan bereichert, weil sie dabei nicht nur sich selbst spiegelnd wahrgenommen, sondern als eine aktive Form der Selbstentwicklung genutzt wird.

Damit schloß sich der Kreis. „Aus meiner Erfahrung ist Naikan die vollständigste Selbstverwirklichungs-Methode unserer Zeit," sagt Franz Ritter, „weil sie sowohl die psychologische als auch die spirituelle Dimension des Menschen umfaßt. Durch Naikan kann ich von der Lösung meiner psychogenen Problemen durch kontinuierliche Weiterentwicklung bis zu transpersonalen und transzendenten Erfahrungen des Selbst gelangen, ohne jeweils unterschiedliche Methoden mit unterschiedlichen Qualitäten einsetzen zu müssen. Das selbe Objekt der Betrachtung wandelt sich je nach Bewußtheitsstand in Naikan von der Aufarbeitung einer Vorwurfshaltung in die Erfahrung selbstloser Liebe bis hin zum Erkennen dessen, was uns hervorbringt und trägt."

Das der Begründer von Naikan, Ishin Yoshimoto, dabei alle Kennzeichnen eines bestimmten religiösen oder spirituellen Systems in der Methodik getilgt hat, entspricht auch der geistigen Erfahrung von Franz Ritter. Die letzte Dimension des Erlebens hat kein besonderes Gesicht, das ist seine Lebenserfahrung, und jede Einkleidung in Worte kann sich immer auch in ein Hindernis für das direkten Erleben verwandeln. Daher ist für ihn die konsequente Hinwendung auf die eigene Schauung im Naikan die einzig mögliche Methode, zu einer wirklich befreienden Erfahrung zu gelangen – sei es die Befreiung von hemmenden Mustern oder die Befreiung unseres ganzen Wesens von allen vorgespiegelten Konstrukten über das Leben. Seine Aufgabe, die Aufgabe der Naikan-LeiterInnen ist es, diesen Prozess zu ermöglichen, einzuleiten und zu begleiten. Aber nicht zu steuern oder gar den Erkenntnisprozess des Menschen auf die Erfahrungen und Überzeugungen des Naikan-Leiters, der Leiterin zu reduzieren. „Jeder Mensch kann nur seinen eigenen Weg gehen." sagt er. „ Dieser Weg wird von mir mit höchstem Respekt und viel Empathie begleitet. Und das ist das zutiefst befriedigende am Naikan-Leiten für mich. Deshalb habe ich mich entschieden, Naikan-Leiter zu sein."

 

Vita Franz Ritter

Geboren 1947 in Wien

Verheiratet, zwei Söhne

Ausbildung als Kaufmann und als Werbekonsulent.

Ausbildung zum Psychotherapeuten ( Mischka Solonevich, Biodynamik, Encounter) 1978 bis 1981

Ausbildung zum TZI-Gruppenleiter 1978 bis 1984

Ausbildung zum Naikan-Leiter bei Akira Ishii 1980 bis 1985

Zwischen 1970 und 1994 als selbstständiger Werbekonzeptionist tätig.

Seit 1985 Naikan-Leiter, Psychotherapeut und Wirtschaftscoach.

Veröffentlichungen:

Mehr als 20 Artikel in buddhistischen und esoterischen Zeitschriften

„Stört den der große Regen die Klarheit des Himmels?" Poetische Bilder, 1981, Octopus-Verlag

„Naikan." Broschüre, 1997, zu beziehen über das Neue Welt Institut.

Veranstaltungen mit Franz Ritter

e-mail: franz.ritter@naikan.com

 

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