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Programm

Samstag 2. September

Akira Ishii

Eröffnung des 4. Internationalen
Naikan-Kongresses

Takahiro Takemoto

Begrüßungsbotschaft der japanischen Naikan-Gesellschaft

Franz Ritter

Bericht des INA-Generalsekretärs

Josef Hartl

Ein Moment der Ewigkeit

1. Session: Heilung
Moderation: Hideko Kimura

Nobuo Tatsumi

Naikan als Heilung

Herbert Gröger

Naikan in der Familie

Miyuki Ueno

Naikan im Krankenhaus – 3. Bericht

Ingrid Stempel

Die Wirkung von Naikan in der Behandlung von Kranken

  Bernd Bley

Naikan im Dresdener Suchthilfe-Zentrum

Symposium: Die heilende Seite von Naikan
Moderation: Yoshihiko Miki

Armin Morich
Dr. Makoto Kusano
Dr. Takahiro Takemoto
Johanna Schuh

Sonntag  3. September

2. Session: Freie Themen
Moderation: Masahiro Nagashima

Tadashi Takahashi   Ein Vorschlag, um den Erfolg des
  Naikan-Seminars zu erhöhen
Gerald Steinke    Naikan in Deutschland

Joachim Bottemöller 

  Naikan: Bemühung – Sammlung - Achtsamkeit
Gitti Fenko    Naikan im Naikido-Verein
Setsuko Nakano    Naikan mit dem Tod vor Augen
Kayoko Murase    Familienbild&Herzvertrauen

Erfahrungsberichte:
Moderation Yoichi Motoyama

Koei Kuwahara
Gabriele Hofstätter
Norimasu Nishida
Emilie Fazekas
Yoshinori Tanoma
Erfahrungsberichte
Moderation: Akira Ishii, Armin Morich, Josef Hartl
Ryohei Kamawatari    Gelöst von den Verknüpfungen des Herzens

Erfahrungsberichte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Yoshihiko Ikegami    35 Tage Naikan
Pater Oshida    Unterwegs zum Tod

Symposium: Die spirituelle Seite von Naikan
Moderation Akira Ishii

Shue Usami
Franz Ritter
Keishin Kimura

Akira Ishii  

  Schlussworte

Bitte unterstrichenen Namen anklicken, um zum Beitrag zu gelangen.

Summaries der Beiträge zum 
4. Internationalen Naikan-Kongress in Tokyo

Insgesamt nahmen rund 120 Teilnehmer am 4. Naikan-Kongress in Tokyo teil. Davon kamen 28 ausländische Gäste aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA.

In den einführenden Worten von Prof. Akira Ishii, Executive Chairman der International Naikan Association für den Bereich Asien, wurde auf die Bedeutung des Kongresses für die Standortbestimmung und die Entwicklung der weltweiten Naikan-Bewegung hingewiesen.
Als erstes wurde ein Gedenken an Kuniko Yoshimoto-Sensei, der Mitbegründerin von Naikan und Frau von Ishin Yoshimoto-Sensei, abgehalten. Mehr als 30.000 Naikan-Übende hat sie im Laufe ihres Lebens begleitet und auch für deren Mahlzeiten gesorgt. Bei Ishii-Senseis 3. und 4. Naikan hat sie geleitet. Ganz sanft hat sie ihn gefragt: „Was haben Sie geprüft?". Diese Sanftheit hat ihn zum Weinen gebracht. Als er sie gebeten hat, die Ehrenpräsidentin der INA zu werden, hat sie zurück gefragt, was sie da machen soll. Ishii-Sensei mußte sie mehrmals bitten, bis sie einwilligte. Diese großartige Frau ist Anfang des Jahres gestorben.
In der Zeit seit dem letzten Kongress 1997 in Südtirol ist auch der Präsident der INA, Prof. Takao Murase gestorben. Er hat 20 Jahre die japanische Naikan-Gesellschaft geleitet. Als Akira Ishii und Franz Ritter, der Executive Chairman Europe, ihn baten, Präsident der INA zu werden, sagte er nach kurzer Überlegung zu. Am 2. Kongress im Wien nahm er noch aktiv teil. Bei 3. Kongress in Südtirol war seine Gesundheit schon sehr angegriffen und er konnte die nachfolgende Naikan-Reise nicht mehr mitmachen. Im Frühjahr darauf ist er gestorben.
Der Leiter des Meiso-no-Mori Naikanzentrum und geistige Mentor des Naikan-Kongresses, Kakusei Yanagida, ist am 30. Januar dieses Jahres verstorben. Akira Ishii erzählt: „Als ich 1987 bei Franz Ritter in Österreich Naikan gemacht habe, dachte ich, dass es irgendwann einen Internationalen Kongress geben soll. Ich erzählte Yanagida Sensei davon und meinte, dass es in 15 Jahren soweit sein wird. Er sagte aber, in 15 Jahren gibt es uns vielleicht nicht mehr, der Kongress soll schon in 3 Jahren das erste Mal stattfinden. Es gab damals hier in der Uni einen neuen Saal, den wir für die Abhaltung mieten konnten. Yanagida-Sensei bereitete den 1. Kongress intensiv mit vor. Das war der Beginn der Geschichte der internationalen Naikan-Kongresse. Als Yanagida Sensei im letzten Jahr im Spital war, habe ich mit ihm gesprochen. Ich wollte, dass er neuer INA-Präsident wird und er stimmte zu. Im Vorstand wurde dann beschlossen, dass er zum Präsident der International Naikan-Association gewählt werden soll. Leider ist er heuer verstorben. Aber dieser Kongress findet unter seiner Schirmherrschaft statt.
An diesen zwei Tagen wünsche ich, dass diese drei für Naikan so wichtigen Personen unter uns sind."
Anschließend gab Ishii-Sensei eine kurze Einführung in das Wesen von Naikan. Er erinnerte daran, dass Yoshimoto-Sensei die Teilnehmer des 1. Japanischen Naikan-Kongresses aufgefordert hatte, statt dem Kongress lieber Naikan zu machen. Wir sind aber heute der Meinung, dass der Kongress der Vertiefung des eigenen Naikans dient und in diesem Geist wollen wir ihn abhalten. Mit einer kurzen Sterbeübung gab Ishii-Sensei jedem Teilnehmer die Möglichkeit, selbst Naikan zu üben und sich auf den Kongress und seine Themen einzustellen.
Damit eröffnete er den 4. Internationalen Naikan-Kongress.

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Beiträge zum Kongress

Samstag vormittag

Dr. Takahiro Takemoto überbrachte die Grüße der Japanischen Naikan-Gesellschaft Der Zweck der Gesellschaft ist es, Naikan zu verbreiten. In Zukunft wird sich die wissenschaftliche Erforschung von Naikan mehr und mehr in die neugegründete medizinische Naikan-Gesellschaft verlagern und die Naikan-Gesellschaft soll sich dann auch verstärkt solchen Themen wie Spiritualität widmen.
Dr. Takemoto erzählte von den Besuchen von 2 ausländischen Psychiatern in seinem Spital, die anschließend Naikan übten. Ihre Berichte darüber waren sehr interessant über ihr Verständnis der Naikan-Methode, wobei ein Psychiater vor allem die kulturellen Unterschiede sehr erlebte. Die andere Psychiatierin hat auf eine sehr tiefe Art Naikan erleben dürfen.
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Franz Ritter gab in seiner Funktion als Generalsektretär der INA eine kurze Übersicht über die Aktivitäten der letzten drei Jahre. Die INA hat sich in dieser Zeit auf die Gestaltung der Naikan-Homepage konzentriert, die seit Januar 2000 im Internet ist. Vor allem durch die intensive Arbeit von Martha Ritter konnte damit ein anspruchsvolles und übersichtliches Tor zur Naikan-Welt geschaffen werden. Die Homepage wird in Kürze um eine japanische Version erweitert, weitere Sprachmodule sollen folgen. Derzeit gibt es eine kurze Darstellung in Englisch und eine in Ungarisch ist in Vorbereitung. Folgen sollen Kurzversionen in Italienisch und andere Sprachen. Die Naikan-Hompepage versteht sich als Verbindung zu allen Naikan-Seiten im Netz, aber auch zu Naikan-Aktivitäten rund um die Welt.
Für 2001 ist in Wien ein erstes INA-Symposium unter dem Titel „Der Weg nach Innen" und die Herausgabe eines INA-Jahrbuches geplant.
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Josef Hartl brachte einen ungemein beeindruckenden Bericht seines Wege ins Naikan. Er kam frisch von einem Sesshin aus Senkobo und strahlte noch ganz jene tiefe Ruhe aus, die Menschen in der Meditation erfahren. Beeindruckend war seine schonungslose Offenheit, mit der er von seiner Kindheit und auch seinem Wandel der Gesichtspunkte sprach.
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Samstag Nachmittag

Nobuo Tatsumi M-D., Psychiater in Nagano, stellte die Heilungskräfte von Naikan in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Heilung durch Naikan passiert vor allem durch Selbstreflexion. Die Ausgewogenheit des seelischen Bereichs wird wieder hergestellt. Das Ego entsteht primal alientation, primal repression, durch Trennung von der Mutter und Besitzbewußtsein. Der Besitz wird als Eigenwert erkannt. Die Trennung von Mutter und Ich wird zur Grundlage des Handelns, es bedeutet aber zugleich die Trennung von der Lebensurquelle. Diese Trennung aufzuheben wird manchmal durch primäre Unterdrückung, Opfer und Einschränkung versucht. Das Ego wird ausgeschlossen. Naikan dient dazu, die Hindernisse der Ich(Ego)-Bildung aufzuheben. Wenn man die drei Fragen benutzt, sieht man, wie die anderen einen leben lassen. Die dritte Frage zeigt unsere (selbst-)schädigenden Handlungen auf. Die Erinnerung an die erhaltene Zuwendung führt zur Erkenntnis, dass man bedingungslose Liebe empfangen hat, obwohl man ständig Schwierigkeiten machte. Und obwohl man Schwierigkeiten gemacht hat, wurde man von der Lebensquelle akzeptiert. Dadurch ist es auch leichter, sich selbst in seinem gegenwärtigen Sein zu akzeptieren. Die Akzeptanz von sich selbst wird zur Grundlage von Gesundung.
Naikan setzt ein gesundes Ego voraus. Ein gestörtes Ego kann die Naikan-Arbeit schwierig machen. Wird Naikan in der Familie gemacht, dann wird das bessere Ergebnisse auslösen.
Ein Fallbeispiel: Einer Patientin mit Diagnose Schizophrenie fehlte das Erleben echter Mutterliebe. Daraufhin machte die Mutter der Patientin Naikan. Es wurde von den Therapeuten angeregt, dass auch der Vater Naikan machen sollte. Dadurch wurde im Familienverband seine Rolle als Vater gestärkt. Es verbesserte sich auch deutlich die Beziehung der Patientin zur Mutter. Die Lage und die Kommunikation der Familie wurde insgesamt verbessert. Die Krankheit eines Kindes ist meist Symptom der Schwierigkeiten der Eltern. Das Kind kann daher nicht allein durch technische Therapie geheilt werden, sondern auch die Eltern müssen Naikan machen. Die ganze Familie muß sich ändern, erst dadurch wird die Heilung des Kindes möglich.
Die klassische Medizin sieht die Krankheit als Fremdkörper und versucht diese zu entfernen. Im Naikan sieht man, dass die Krankheit ein energetischer Vorgang ist. Und der muß durch innere Prozesse geheilt werden. Eine medizinische Intervention kann unter manchen Umständen sogar hinderlich sein für die eigentliche Heilung. Die Beschäftigung mit Naikan führt zur Lebensurquelle und dabei wird das Ego schonungslos untersucht. Die Lösung zu finden heißt Heilung zu erleben. Wenn man die Lebensquelle erfährt, dann erlebt man Heilung.

Nobuo Tatsumi M-D., Psychiater in Nagano, stellte die Heilungskräfte von Naikan in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Heilung durch Naikan passiert vor allem durch Selbstreflexion. Die Ausgewogenheit des seelischen Bereichs wird wieder hergestellt. Das Ego entsteht primal alientation, primal repression, durch Trennung von der Mutter und Besitzbewußtsein. Der Besitz wird als Eigenwert erkannt. Die Trennung von Mutter und Ich wird zur Grundlage des Handelns, es bedeutet aber zugleich die Trennung von der Lebensurquelle. Diese Trennung aufzuheben wird manchmal durch primäre Unterdrückung, Opfer und Einschränkung versucht. Das Ego wird ausgeschlossen. Naikan dient dazu, die Hindernisse der Ich(Ego)-Bildung aufzuheben. Wenn man die drei Fragen benutzt, sieht man, wie die anderen einen leben lassen. Die dritte Frage zeigt unsere (selbst-)schädigenden Handlungen auf. Die Erinnerung an die erhaltene Zuwendung führt zur Erkenntnis, dass man bedingungslose Liebe empfangen hat, obwohl man ständig Schwierigkeiten machte. Und obwohl man Schwierigkeiten gemacht hat, wurde man von der Lebensquelle akzeptiert. Dadurch ist es auch leichter, sich selbst in seinem gegenwärtigen Sein zu akzeptieren. Die Akzeptanz von sich selbst wird zur Grundlage von Gesundung.
Naikan setzt ein gesundes Ego voraus. Ein gestörtes Ego kann die Naikan-Arbeit schwierig machen. Wird Naikan in der Familie gemacht, dann wird das bessere Ergebnisse auslösen.
Ein Fallbeispiel: Einer Patientin mit Diagnose Schizophrenie fehlte das Erleben echter Mutterliebe. Daraufhin machte die Mutter der Patientin Naikan. Es wurde von den Therapeuten angeregt, dass auch der Vater Naikan machen sollte. Dadurch wurde im Familienverband seine Rolle als Vater gestärkt. Es verbesserte sich auch deutlich die Beziehung der Patientin zur Mutter. Die Lage und die Kommunikation der Familie wurde insgesamt verbessert. Die Krankheit eines Kindes ist meist Symptom der Schwierigkeiten der Eltern. Das Kind kann daher nicht allein durch technische Therapie geheilt werden, sondern auch die Eltern müssen Naikan machen. Die ganze Familie muß sich ändern, erst dadurch wird die Heilung des Kindes möglich.
Die klassische Medizin sieht die Krankheit als Fremdkörper und versucht diese zu entfernen. Im Naikan sieht man, dass die Krankheit ein energetischer Vorgang ist. Und der muß durch innere Prozesse geheilt werden. Eine medizinische Intervention kann unter manchen Umständen sogar hinderlich sein für die eigentliche Heilung. Die Beschäftigung mit Naikan führt zur Lebensurquelle und dabei wird das Ego schonungslos untersucht. Die Lösung zu finden heißt Heilung zu erleben. Wenn man die Lebensquelle erfährt, dann erlebt man Heilung.

Nobuo Tatsumi M-D., Psychiater in Nagano, stellte die Heilungskräfte von Naikan in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Heilung durch Naikan passiert vor allem durch Selbstreflexion. Die Ausgewogenheit des seelischen Bereichs wird wieder hergestellt. Das Ego entsteht primal alientation, primal repression, durch Trennung von der Mutter und Besitzbewußtsein. Der Besitz wird als Eigenwert erkannt. Die Trennung von Mutter und Ich wird zur Grundlage des Handelns, es bedeutet aber zugleich die Trennung von der Lebensurquelle. Diese Trennung aufzuheben wird manchmal durch primäre Unterdrückung, Opfer und Einschränkung versucht. Das Ego wird ausgeschlossen. Naikan dient dazu, die Hindernisse der Ich(Ego)-Bildung aufzuheben. Wenn man die drei Fragen benutzt, sieht man, wie die anderen einen leben lassen. Die dritte Frage zeigt unsere (selbst-)schädigenden Handlungen auf. Die Erinnerung an die erhaltene Zuwendung führt zur Erkenntnis, dass man bedingungslose Liebe empfangen hat, obwohl man ständig Schwierigkeiten machte. Und obwohl man Schwierigkeiten gemacht hat, wurde man von der Lebensquelle akzeptiert. Dadurch ist es auch leichter, sich selbst in seinem gegenwärtigen Sein zu akzeptieren. Die Akzeptanz von sich selbst wird zur Grundlage von Gesundung.
Naikan setzt ein gesundes Ego voraus. Ein gestörtes Ego kann die Naikan-Arbeit schwierig machen. Wird Naikan in der Familie gemacht, dann wird das bessere Ergebnisse auslösen.
Ein Fallbeispiel: Einer Patientin mit Diagnose Schizophrenie fehlte das Erleben echter Mutterliebe. Daraufhin machte die Mutter der Patientin Naikan. Es wurde von den Therapeuten angeregt, dass auch der Vater Naikan machen sollte. Dadurch wurde im Familienverband seine Rolle als Vater gestärkt. Es verbesserte sich auch deutlich die Beziehung der Patientin zur Mutter. Die Lage und die Kommunikation der Familie wurde insgesamt verbessert. Die Krankheit eines Kindes ist meist Symptom der Schwierigkeiten der Eltern. Das Kind kann daher nicht allein durch technische Therapie geheilt werden, sondern auch die Eltern müssen Naikan machen. Die ganze Familie muß sich ändern, erst dadurch wird die Heilung des Kindes möglich.
Die klassische Medizin sieht die Krankheit als Fremdkörper und versucht diese zu entfernen. Im Naikan sieht man, dass die Krankheit ein energetischer Vorgang ist. Und der muß durch innere Prozesse geheilt werden. Eine medizinische Intervention kann unter manchen Umständen sogar hinderlich sein für die eigentliche Heilung. Die Beschäftigung mit Naikan führt zur Lebensurquelle und dabei wird das Ego schonungslos untersucht. Die Lösung zu finden heißt Heilung zu erleben. Wenn man die Lebensquelle erfährt, dann erlebt man Heilung.

Nobuo Tatsumi M-D., Psychiater in Nagano, stellte die Heilungskräfte von Naikan in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Heilung durch Naikan passiert vor allem durch Selbstreflexion. Die Ausgewogenheit des seelischen Bereichs wird wieder hergestellt. Das Ego entsteht primal alientation, primal repression, durch Trennung von der Mutter und Besitzbewußtsein. Der Besitz wird als Eigenwert erkannt. Die Trennung von Mutter und Ich wird zur Grundlage des Handelns, es bedeutet aber zugleich die Trennung von der Lebensurquelle. Diese Trennung aufzuheben wird manchmal durch primäre Unterdrückung, Opfer und Einschränkung versucht. Das Ego wird ausgeschlossen. Naikan dient dazu, die Hindernisse der Ich(Ego)-Bildung aufzuheben. Wenn man die drei Fragen benutzt, sieht man, wie die anderen einen leben lassen. Die dritte Frage zeigt unsere (selbst-)schädigenden Handlungen auf. Die Erinnerung an die erhaltene Zuwendung führt zur Erkenntnis, dass man bedingungslose Liebe empfangen hat, obwohl man ständig Schwierigkeiten machte. Und obwohl man Schwierigkeiten gemacht hat, wurde man von der Lebensquelle akzeptiert. Dadurch ist es auch leichter, sich selbst in seinem gegenwärtigen Sein zu akzeptieren. Die Akzeptanz von sich selbst wird zur Grundlage von Gesundung.
Naikan setzt ein gesundes Ego voraus. Ein gestörtes Ego kann die Naikan-Arbeit schwierig machen. Wird Naikan in der Familie gemacht, dann wird das bessere Ergebnisse auslösen.
Ein Fallbeispiel: Einer Patientin mit Diagnose Schizophrenie fehlte das Erleben echter Mutterliebe. Daraufhin machte die Mutter der Patientin Naikan. Es wurde von den Therapeuten angeregt, dass auch der Vater Naikan machen sollte. Dadurch wurde im Familienverband seine Rolle als Vater gestärkt. Es verbesserte sich auch deutlich die Beziehung der Patientin zur Mutter. Die Lage und die Kommunikation der Familie wurde insgesamt verbessert. Die Krankheit eines Kindes ist meist Symptom der Schwierigkeiten der Eltern. Das Kind kann daher nicht allein durch technische Therapie geheilt werden, sondern auch die Eltern müssen Naikan machen. Die ganze Familie muß sich ändern, erst dadurch wird die Heilung des Kindes möglich.
Die klassische Medizin sieht die Krankheit als Fremdkörper und versucht diese zu entfernen. Im Naikan sieht man, dass die Krankheit ein energetischer Vorgang ist. Und der muß durch innere Prozesse geheilt werden. Eine medizinische Intervention kann unter manchen Umständen sogar hinderlich sein für die eigentliche Heilung. Die Beschäftigung mit Naikan führt zur Lebensurquelle und dabei wird das Ego schonungslos untersucht. Die Lösung zu finden heißt Heilung zu erleben. Wenn man die Lebensquelle erfährt, dann erlebt man Heilung.
Psychiater in Nagano, stellte die Heilungskräfte von Naikan in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Heilung durch Naikan passiert vor allem durch Selbstreflexion. Die Ausgewogenheit des seelischen Bereichs wird wieder hergestellt. Das Ego entsteht primal alientation, primal repression, durch Trennung von der Mutter und Besitzbewußtsein. Der Besitz wird als Eigenwert erkannt. Die Trennung von Mutter und Ich wird zur Grundlage des Handelns, es bedeutet aber zugleich die Trennung von der Lebensurquelle. Diese Trennung aufzuheben wird manchmal durch primäre Unterdrückung, Opfer und Einschränkung versucht. Das Ego wird ausgeschlossen. Naikan dient dazu, die Hindernisse der Ich(Ego)-Bildung aufzuheben. Wenn man die drei Fragen benutzt, sieht man, wie die anderen einen leben lassen. Die dritte Frage zeigt unsere (selbst-)schädigenden Handlungen auf. Die Erinnerung an die erhaltene Zuwendung führt zur Erkenntnis, dass man bedingungslose Liebe empfangen hat, obwohl man ständig Schwierigkeiten machte. Und obwohl man Schwierigkeiten gemacht hat, wurde man von der Lebensquelle akzeptiert. Dadurch ist es auch leichter, sich selbst in seinem gegenwärtigen Sein zu akzeptieren. Die Akzeptanz von sich selbst wird zur Grundlage von Gesundung.
Naikan setzt ein gesundes Ego voraus. Ein gestörtes Ego kann die Naikan-Arbeit schwierig machen. Wird Naikan in der Familie gemacht, dann wird das bessere Ergebnisse auslösen.
Ein Fallbeispiel: Einer Patientin mit Diagnose Schizophrenie fehlte das Erleben echter Mutterliebe. Daraufhin machte die Mutter der Patientin Naikan. Es wurde von den Therapeuten angeregt, dass auch der Vater Naikan machen sollte. Dadurch wurde im Familienverband seine Rolle als Vater gestärkt. Es verbesserte sich auch deutlich die Beziehung der Patientin zur Mutter. Die Lage und die Kommunikation der Familie wurde insgesamt verbessert. Die Krankheit eines Kindes ist meist Symptom der Schwierigkeiten der Eltern. Das Kind kann daher nicht allein durch technische Therapie geheilt werden, sondern auch die Eltern müssen Naikan machen. Die ganze Familie muß sich ändern, erst dadurch wird die Heilung des Kindes möglich.
Die klassische Medizin sieht die Krankheit als Fremdkörper und versucht diese zu entfernen. Im Naikan sieht man, dass die Krankheit ein energetischer Vorgang ist. Und der muß durch innere Prozesse geheilt werden. Eine medizinische Intervention kann unter manchen Umständen sogar hinderlich sein für die eigentliche Heilung. Die Beschäftigung mit Naikan führt zur Lebensurquelle und dabei wird das Ego schonungslos untersucht. Die Lösung zu finden heißt Heilung zu erleben. Wenn man die Lebensquelle erfährt, dann erlebt man Heilung.
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Herbert Gröger, 1973 in Wien geboren, sprach über Naikan in der Familie anhand seines eigenen Beispiels. Eigentlich wollte er in einem buddhistischen Tempel in der Mongolei Selbstreflexion üben und dadurch Klarheit und Orientierung finden. Seine Mutter machte in dieser Zeit während ihrer Shiatsu-Ausbildung schriftliches Naikan und empfahl ihm auch, Naikan zu üben. Er machte eine Naikan-Woche in Naikanhaus Ötscherland. Er wurde durch Naikan ehrlicher, achtsamer und liebevoller mit anderen und sich selbst. Die Woche empfand er als sehr intensiv. Schwierig war nur, nach Naikan mit seiner Familie offen zu reden. Aber dieses Gespräch war für alle sehr bereichernd. Auf Grund dieses Gespräch entschieden sich seine Eltern, auch eine Woche Naikan zu besuchen. Die Mutter ging als nächste und sein Vater und er gingen in das Sommernaikan in Bodingbach. Für die Mutter war die Woche wichtig, weil sie damit ein Gefühl von Einsamkeit aus ihrer Kindheit auflösen konnte. Sein Vater wurde während der Woche krank und mußte seine allzu rationale Betrachtungsweise loslassen. Auch die Eltern suchten nach ihrer Naikan-Erfahrung direkte Gespräche mit den anderen Familienmitgliedern. Er empfindet seine Eltern nun achtsamer und liebevoller. Der Vater fühlt sich nach Naikan „wohler in seiner Haut" und die Mutter spürt sich besser. Auch der Bruder, der noch nicht Naikan geübt hat, findet, dass die Eltern lockerer und entspannter sind.
Reflexion über die Methode Naikan und Familie: Wenn eine einzelne Person Naikan zu üben beginnt, verändert das die Beziehungen in einer Familie. Wenn mehr Mitglieder Naikan üben, wird die Bewußtseinsveränderung viel intensiver, ein Austausch ist leichter, weil die Erfahrung für die anderen nachvollziehbar wird. Durch den Rückhalt in der Familie wird auch das Verhalten außerhalb leichter neu definiert. Problematisch ist nur ein Druck auf ein Mitglied in einer Familie, Naikan zu machen. 1973 in Wien geboren, sprach über Naikan in der Familie anhand seines eigenen Beispiels. Eigentlich wollte er in einem buddhistischen Tempel in der Mongolei Selbstreflexion üben und dadurch Klarheit und Orientierung finden. Seine Mutter machte in dieser Zeit während ihrer Shiatsu-Ausbildung schriftliches Naikan und empfahl ihm auch, Naikan zu üben. Er machte eine Naikan-Woche in Naikanhaus Ötscherland. Er wurde durch Naikan ehrlicher, achtsamer und liebevoller mit anderen und sich selbst. Die Woche empfand er als sehr intensiv. Schwierig war nur, nach Naikan mit seiner Familie offen zu reden. Aber dieses Gespräch war für alle sehr bereichernd. Auf Grund dieses Gespräch entschieden sich seine Eltern, auch eine Woche Naikan zu besuchen. Die Mutter ging als nächste und sein Vater und er gingen in das Sommernaikan in Bodingbach. Für die Mutter war die Woche wichtig, weil sie damit ein Gefühl von Einsamkeit aus ihrer Kindheit auflösen konnte. Sein Vater wurde während der Woche krank und mußte seine allzu rationale Betrachtungsweise loslassen. Auch die Eltern suchten nach ihrer Naikan-Erfahrung direkte Gespräche mit den anderen Familienmitgliedern. Er empfindet seine Eltern nun achtsamer und liebevoller. Der Vater fühlt sich nach Naikan „wohler in seiner Haut" und die Mutter spürt sich besser. Auch der Bruder, der noch nicht Naikan geübt hat, findet, dass die Eltern lockerer und entspannter sind.
Reflexion über die Methode Naikan und Familie: Wenn eine einzelne Person Naikan zu üben beginnt, verändert das die Beziehungen in einer Familie. Wenn mehr Mitglieder Naikan üben, wird die Bewußtseinsveränderung viel intensiver, ein Austausch ist leichter, weil die Erfahrung für die anderen nachvollziehbar wird. Durch den Rückhalt in der Familie wird auch das Verhalten außerhalb leichter neu definiert. Problematisch ist nur ein Druck auf ein Mitglied in einer Familie, Naikan zu machen. 1973 in Wien geboren, sprach über Naikan in der Familie anhand seines eigenen Beispiels. Eigentlich wollte er in einem buddhistischen Tempel in der Mongolei Selbstreflexion üben und dadurch Klarheit und Orientierung finden. Seine Mutter machte in dieser Zeit während ihrer Shiatsu-Ausbildung schriftliches Naikan und empfahl ihm auch, Naikan zu üben. Er machte eine Naikan-Woche in Naikanhaus Ötscherland. Er wurde durch Naikan ehrlicher, achtsamer und liebevoller mit anderen und sich selbst. Die Woche empfand er als sehr intensiv. Schwierig war nur, nach Naikan mit seiner Familie offen zu reden. Aber dieses Gespräch war für alle sehr bereichernd. Auf Grund dieses Gespräch entschieden sich seine Eltern, auch eine Woche Naikan zu besuchen. Die Mutter ging als nächste und sein Vater und er gingen in das Sommernaikan in Bodingbach. Für die Mutter war die Woche wichtig, weil sie damit ein Gefühl von Einsamkeit aus ihrer Kindheit auflösen konnte. Sein Vater wurde während der Woche krank und mußte seine allzu rationale Betrachtungsweise loslassen. Auch die Eltern suchten nach ihrer Naikan-Erfahrung direkte Gespräche mit den anderen Familienmitgliedern. Er empfindet seine Eltern nun achtsamer und liebevoller. Der Vater fühlt sich nach Naikan „wohler in seiner Haut" und die Mutter spürt sich besser. Auch der Bruder, der noch nicht Naikan geübt hat, findet, dass die Eltern lockerer und entspannter sind.
Reflexion über die Methode Naikan und Familie: Wenn eine einzelne Person Naikan zu üben beginnt, verändert das die Beziehungen in einer Familie. Wenn mehr Mitglieder Naikan üben, wird die Bewußtseinsveränderung viel intensiver, ein Austausch ist leichter, weil die Erfahrung für die anderen nachvollziehbar wird. Durch den Rückhalt in der Familie wird auch das Verhalten außerhalb leichter neu definiert. Problematisch ist nur ein Druck auf ein Mitglied in einer Familie, Naikan zu machen. 1973 in Wien geboren, sprach über Naikan in der Familie anhand seines eigenen Beispiels. Eigentlich wollte er in einem buddhistischen Tempel in der Mongolei Selbstreflexion üben und dadurch Klarheit und Orientierung finden. Seine Mutter machte in dieser Zeit während ihrer Shiatsu-Ausbildung schriftliches Naikan und empfahl ihm auch, Naikan zu üben. Er machte eine Naikan-Woche in Naikanhaus Ötscherland. Er wurde durch Naikan ehrlicher, achtsamer und liebevoller mit anderen und sich selbst. Die Woche empfand er als sehr intensiv. Schwierig war nur, nach Naikan mit seiner Familie offen zu reden. Aber dieses Gespräch war für alle sehr bereichernd. Auf Grund dieses Gespräch entschieden sich seine Eltern, auch eine Woche Naikan zu besuchen. Die Mutter ging als nächste und sein Vater und er gingen in das Sommernaikan in Bodingbach. Für die Mutter war die Woche wichtig, weil sie damit ein Gefühl von Einsamkeit aus ihrer Kindheit auflösen konnte. Sein Vater wurde während der Woche krank und mußte seine allzu rationale Betrachtungsweise loslassen. Auch die Eltern suchten nach ihrer Naikan-Erfahrung direkte Gespräche mit den anderen Familienmitgliedern. Er empfindet seine Eltern nun achtsamer und liebevoller. Der Vater fühlt sich nach Naikan „wohler in seiner Haut" und die Mutter spürt sich besser. Auch der Bruder, der noch nicht Naikan geübt hat, findet, dass die Eltern lockerer und entspannter sind.
Reflexion über die Methode Naikan und Familie: Wenn eine einzelne Person Naikan zu üben beginnt, verändert das die Beziehungen in einer Familie. Wenn mehr Mitglieder Naikan üben, wird die Bewußtseinsveränderung viel intensiver, ein Austausch ist leichter, weil die Erfahrung für die anderen nachvollziehbar wird. Durch den Rückhalt in der Familie wird auch das Verhalten außerhalb leichter neu definiert. Problematisch ist nur ein Druck auf ein Mitglied in einer Familie, Naikan zu machen.

  1. Verändert sich eine Person, verändert sich eine Beziehung, damit verändert sich auch die andere Person.

  2. Verändert sich eine Person in einer naikanerfahrenen Familie, dann wird der Prozess noch zusätzlich dynamisiert.

  3. Wird eine Person durch Druck ins Naikan gebracht, wird Gegendruck erzeugt. Wird die eigene Erfahrung dagegen positiv ins Alltagsleben eingebracht, so entsteht Neugier und Interesse, selbst Naikan zu machen.

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Miyuki Ueno, , Naikan im Krankenhaus, Teil 3. Oft sind gestörte Beziehungen in unterdrückenden Verhältnissen in der Kindheit entstanden. So erzeugt eine frühzeitige Trennung von der Mutter meist negative Gefühle wie Haß. Dann hilft die Betrachtung des eigenen Körpers, wenn sie in die Woche Naikan eingebaut wird. Damit können sich die Teilnehmer besser auf Naikan einstellen. Bei Eßstörungen zum Beispiel macht man Naikan gegenüber dem Mund oder selbstmordgefährdete Personen üben Naikan gegenüber dem Arm (wenn sie etwa ihren Puls aufschneiden wollten).
Eine andere Unterstützung ist die Entdeckung des Glückes im eigenen Lebensverlauf. Was haben Sie erhalten und welcher Art (materiell, geistig) war dieses Glück, so lautet die Fragestellung dabei. Diese Technik ermöglicht viele schöne Erinnerungen, darüber kann dann der Teilnehmer im Naikan berichten.
Das Ziel des Familiennaikans ist es, Patienten und Familien zusammen zu führen. Der Patient kann durch die Naikan-Betrachtung erlebtes Glück wieder erfahren und weckt dieses Gefühl erneut in sich. Auch die Familienmitglieder können diese Betrachtung üben. Nach einer Woche Naikan, die ein Patient absolviert, kommen die Familienmitglieder in das Spital und erhalten Instruktionen für die Zeit danach:

  • Mühe anerkennen

  • Keine Vorwürfe

  • Gut zuhören

  • Keine starken Verbesserungen erwarten

  • Körperliche Berührung – Gefühl lernen

, Naikan im Krankenhaus, Teil 3. Oft sind gestörte Beziehungen in unterdrückenden Verhältnissen in der Kindheit entstanden. So erzeugt eine frühzeitige Trennung von der Mutter meist negative Gefühle wie Haß. Dann hilft die Betrachtung des eigenen Körpers, wenn sie in die Woche Naikan eingebaut wird. Damit können sich die Teilnehmer besser auf Naikan einstellen. Bei Eßstörungen zum Beispiel macht man Naikan gegenüber dem Mund oder selbstmordgefährdete Personen üben Naikan gegenüber dem Arm (wenn sie etwa ihren Puls aufschneiden wollten).
Eine andere Unterstützung ist die Entdeckung des Glückes im eigenen Lebensverlauf. Was haben Sie erhalten und welcher Art (materiell, geistig) war dieses Glück, so lautet die Fragestellung dabei. Diese Technik ermöglicht viele schöne Erinnerungen, darüber kann dann der Teilnehmer im Naikan berichten.
Das Ziel des Familiennaikans ist es, Patienten und Familien zusammen zu führen. Der Patient kann durch die Naikan-Betrachtung erlebtes Glück wieder erfahren und weckt dieses Gefühl erneut in sich. Auch die Familienmitglieder können diese Betrachtung üben. Nach einer Woche Naikan, die ein Patient absolviert, kommen die Familienmitglieder in das Spital und erhalten Instruktionen für die Zeit danach:

  • Mühe anerkennen

  • Keine Vorwürfe

  • Gut zuhören

  • Keine starken Verbesserungen erwarten

  • Körperliche Berührung – Gefühl lernen

, Naikan im Krankenhaus, Teil 3. Oft sind gestörte Beziehungen in unterdrückenden Verhältnissen in der Kindheit entstanden. So erzeugt eine frühzeitige Trennung von der Mutter meist negative Gefühle wie Haß. Dann hilft die Betrachtung des eigenen Körpers, wenn sie in die Woche Naikan eingebaut wird. Damit können sich die Teilnehmer besser auf Naikan einstellen. Bei Eßstörungen zum Beispiel macht man Naikan gegenüber dem Mund oder selbstmordgefährdete Personen üben Naikan gegenüber dem Arm (wenn sie etwa ihren Puls aufschneiden wollten).
Eine andere Unterstützung ist die Entdeckung des Glückes im eigenen Lebensverlauf. Was haben Sie erhalten und welcher Art (materiell, geistig) war dieses Glück, so lautet die Fragestellung dabei. Diese Technik ermöglicht viele schöne Erinnerungen, darüber kann dann der Teilnehmer im Naikan berichten.
Das Ziel des Familiennaikans ist es, Patienten und Familien zusammen zu führen. Der Patient kann durch die Naikan-Betrachtung erlebtes Glück wieder erfahren und weckt dieses Gefühl erneut in sich. Auch die Familienmitglieder können diese Betrachtung üben. Nach einer Woche Naikan, die ein Patient absolviert, kommen die Familienmitglieder in das Spital und erhalten Instruktionen für die Zeit danach:

  • Mühe anerkennen

  • Keine Vorwürfe

  • Gut zuhören

  • Keine starken Verbesserungen erwarten

  • Körperliche Berührung – Gefühl lernen

Körperliche Berührung hilft Gefühle wieder zu entdecken. Auch Bewegungen wie gemeinsames Gehen unterstützt die Entdeckung der gemeinsamen Gefühle. Sprechen über die geplante Bewegung hilft. Danach werden die Erfahrungen ausgetauscht. Auch Rücksicht wird gelernt. Es werden Gefühlsdefizite ausgesprochen und oft auch gleich Gefühle ausgelebt.
Gemeinsam werden Pläne gemacht, was in der Familie gemacht werden soll – daraus werden Versprechen, die sich die Familienmitglieder gegenseitig geben.
Zum Schluß wird eine positiv/negativ-Übung gemacht. Gemeinsam wird dann auch noch ein Lied gesungen. Im Naikan-Sharing werden die Sichtweisen ausgetauscht und neu formuliert.
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Ingrid Stempel berichtete über drei Punkte:

  1. Auswirkung von Naikan auf Heilung

  2. Auswirkung der eigenen Naikan-Erfahrung auf die Behandlung von Patienten

  3. Auswirkungen auf die eigenen Krankheit

Sie berichtete von einem Fall aus ihrer Praxis: Patientin mit Erfahrungen von sexuellem Mißbrauch in der Familie, nicht nur vom Vater, sondern auch von den Brüdern. Mit 16 Jahren traute sie sich nicht mehr nach Hause und wurde in einem Heim untergebracht. Bis zu ihrem 40. Geburtstag sah sie einen großen Teil ihrer Familie nicht mehr. Weil die Psychotherapie nicht mehr half, kam sie zu ihr. Die Depression gewann immer wieder Oberhand über ihre an sich lebensfrohe Haltung. Durch Naikan veränderte sich ihre Sichtweise ihrer Kindheit. Sie konnte sich an Kindheitsglück erinnern. Es gab in der Familie auch freudige Ereignisse ohne Gewalt. Für diesen anderen Aspekt war sie enorm froh. Ingrid hat es wie ein Wunder erlebt, welche Änderung durch Naikan möglich war. Die Patientin brach ihre Psychotherapie ab und sprach auch mit einigen Geschwistern. Sie unterschied in diesen Gesprächen sehr klar für ihre eigenen Anteile, aber auch die Anteil der anderen an den gemeinsamen Problemen. Sie konnte sich klar abgrenzen. Nach einiger Zeit kamen wieder Probleme mit Depressionen, die durch Lebensänderungen hervortraten. Sie macht wieder Psychotherapie und kämpft gegen die Zustände. Es ist ihr aber klar, dass die Ergebnisse der Psychotherapie niemals an die Erfahrungen der ersten Naikan-Woche heranreichten. Sie braucht allerdings noch Zeit, um für ihren nächsten Naikan-Besuch Mut zu finden.
Ohne ihre eigene Naikan-Erfahrung könnte Ingrid als Shiatsu-Therapeutin Patienten wie diese nicht behandeln, weil sie in dem erzählten Leid zerflossen wäre. Sie hatte früher sehr viel Angst, andere mit deren Krankheit zu konfrontieren. Aber das lernt sie nun immer besser. Auch mit ihrer eigenen Krankheit (Migräneattacken) geht sie nach Naikan viel besser um.
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Bernd Bley Bernd Bley Bernd Bley berichtete von der Naikan-Entwicklung in Dresden. Im Januar 2001 wird das Naikan-Therapie-Zentrum in Dresden/Sachsen eröffnet. Das Haus wurde 1887 gebaut. Darauf gibt es einen Schriftzug, der heißt: Beten und Arbeiten. Diese beiden Worte stehen auch heute für die Arbeit im Haus. 7 Einrichtungen haben in dem Haus Platz, das 1997 gekauft wurde:

  1. Eine ambulante psychotherapeutische Einrichtung für Alkoholkranke. Sie hat 20 festangestellte Mitarbeiter und gibt 15 Hilfsgruppen, einem Arbeitslosenprojekt und einem Projekt für Kinder aus suchtkranken Familien Raum. Alle Leitungsmitarbeiter und 50% der anderen Mitarbeiter haben Naikanerfahrung.

  2. Eine Psychotherapie-Einrichtung für Suchtkranke, die längere Zeit in Behandlung sind. Naikan ist dabei fixer Bestandteil des Behandlungskonzeptes.

  3. 3 tiefenpsychologische bzw. psychoanalytische Praxen

  4. 2 Facharzt-Praxen – beide Ärzte haben Naikan gemacht

  5. Eine Ausbildungseinrichtung für Grundberufe für medizinische Helfer, Sozialtherapeuten, Psychotherapeuten, Psychoanalytiker und Fachärzte für Psychotherapie – Naikan ist dabei Teil der Ausbildung

  6. Die Bibliothek der japanisch-deutschen Gesellschaft

  7. Der Dresdener Meditationskreis

Die Vergangenheit in der DDR verhinderte die Individualisierung der Menschen. Viele wollten dem Druck durch den Staat eine religiöse Entwicklung in sich selbst entgegensetzen. Armin Morich war für seine Person richtungsweisend, weil er in der DDR andere Bildungs- und Entwicklungswege vorzeigte. Grundlage war dabei eine Entwicklung innerhalb der europäischen christlichen Tradition und der Begegnung mit anderen Kulturen. Pater Lassalle kam in den 80er Jahren in die DDR und leitete Zen-Übungen. Er wurde spiritueller Lehrer für viele DDR-Bürger.
Die Verbindung von Kopf, Herz und Hand sind für die Arbeit in Dresden wichtig. Spirituelles und persönliches Wachstum wird nicht als Selbstzweck verstanden, sondern soll sich in die Gesellschaft einbringen. Ziel ist Förderung von Gesundheit auf sozialer, körperlichen, psychischer und religiöser Ebene. Naikan ist ein Prinzip der Begegnung geworden. Begegnung mit sich selbst und mit dem anderen. Die Wiedereröffnung des Hauses im Januar 2001 wird ein Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit sein.
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Symposium „Die heilende Seite von Naikan"

Armin Morich stellte die Frage: „Was heilt an Naikan?" Naikan ist Arbeit am Ich des Menschen. Menschen kommen mit konkreten Problem – Ich-Ängste, neurotische Probleme, Süchte aller Art, psychosomatische Beschwerden im Magen, Darm, Herz und nicht zuletzt narzißtische Störungen.
Heilfaktoren bei Naikan
stellte die Frage: „Was heilt an Naikan?" Naikan ist Arbeit am Ich des Menschen. Menschen kommen mit konkreten Problem – Ich-Ängste, neurotische Probleme, Süchte aller Art, psychosomatische Beschwerden im Magen, Darm, Herz und nicht zuletzt narzißtische Störungen.
Heilfaktoren bei Naikan
stellte die Frage: „Was heilt an Naikan?" Naikan ist Arbeit am Ich des Menschen. Menschen kommen mit konkreten Problem – Ich-Ängste, neurotische Probleme, Süchte aller Art, psychosomatische Beschwerden im Magen, Darm, Herz und nicht zuletzt narzißtische Störungen.
Heilfaktoren bei Naikan
stellte die Frage: „Was heilt an Naikan?" Naikan ist Arbeit am Ich des Menschen. Menschen kommen mit konkreten Problem – Ich-Ängste, neurotische Probleme, Süchte aller Art, psychosomatische Beschwerden im Magen, Darm, Herz und nicht zuletzt narzißtische Störungen.
Heilfaktoren bei Naikan
stellte die Frage: „Was heilt an Naikan?" Naikan ist Arbeit am Ich des Menschen. Menschen kommen mit konkreten Problem – Ich-Ängste, neurotische Probleme, Süchte aller Art, psychosomatische Beschwerden im Magen, Darm, Herz und nicht zuletzt narzißtische Störungen.
Heilfaktoren bei Naikan

  • Die uralte Weisheit der Zweierbeziehung – Beziehungsarbeit ist der wichtigste Teil der Arbeit

  • Eine Person ist da – der Analytiker – dem ich Leid, Schmerz, Zorn Wut, Sehnsucht usw. anvertrauen kann und der es versteht.

  • Die Beispiele werden sehr konkret behandelt – im Unterschied zu Fantasien, Wünschen und Enttäuschungen

  • Zeitfreiheit und Zeitbegrenzung – beide gemeinsam wirken Ich-stärkend

  • Ausrichtung auf die drei Fragen – im Unterschied zur freien Assoziation der Psychoanalyse

Psychoanalyse ist in der Dresdner Suchthilfe täglich angewandte psychische Praxis. Für die Eigenentwicklung ist der andere Mensch erforderlich. Anerkennung des anderen ist nötig – nur so erkenne ich mich selbst. Sich vom anderen in Frage stellen zu lassen ist für die Persönlichkeitsentwicklung notwendig.
Die Psychoanalyse insgesamt hat sich verändert – von Lust und Trieb zur Konflikttheorie, heute Ich-Differenzierung bis hin zur Theorie der Erfahrung, die hilft, Ich und Gruppen zu verstehen. Viele Verfahren sind da. Immer in Phasen der Ich-Arbeit kann Naikan leicht und direkt in die Analyse integriert werden.
C.G. Jung hat die Lehre von Freud erweitert. Er hat die Arbeit an der Seele aus einem transkulturellen Blickwinkel betrachtet. Dabei war er rationaler Europäer, aber auch Buddhist, Pueblo-Indianer und afrikanischer Dorfbewohner.
Armin Morich verwendet einen neuen Ansatz in seiner Psychoanalyse: Was haben Sie in der Leidbeschreibung Ihrer Krankheit weggelassen? Dann setzt er die Naikan-Fragen ein. Die 3. Frage ist Schattenarbeit – das, was nicht sein darf, wird betrachtet. Der Schatten in sich selbst ist nicht ausrottbar. Solange wir leben, werden wir einen Schatten haben. Je mehr Ich-Bewußtsein, Licht entsteht, desto mehr Schatten wird sichtbar. Das Therapieziel mit Naikan in der Analyse heißt einfach die Annahme des Schattens, die Konfrontation mit seinen Auswirkungen und die Entwicklung von Demut, dass es so ist. Bilder aus dem Unbewußten gehen durch Projektionen aus mir heraus in die Welt – ich hasse am anderen, was ich selbst bin. Liebevolle Ich-Arbeit ist wichtig. Projektionen sind Ursache von persönlichem Hass, Neid, Antipathie bis hin zu Kriegen. In der persönlichen Analyse sind die Schattenbilder ich-stärkend zu vermitteln. Die Schattenarbeit braucht hochkomplizierte Beziehungsarbeit – Übertragung und Gegenübertragung. C.G.Jung meinte über die therapeutische Situation, dass das therapeutische Gespräch die Schale für Verwandlung, Heilung, ein mystisches Gefäß ist. In dieser einmaligen Zweierbeziehung wird die Trennung zwischen zwei Menschen überbrückt. Die Prozesse werden alchemistisch-mystisch miteinander ausgeglichen. Damit wächst über eine Beziehung mein Inneres, meine Seele und fördert gleichzeitig das Wachstum in der seelischen Beziehung zwischen zwei Menschen. Ziel in der Übertragungsarbeit ist, der inneren Entwicklung Vorrang zu geben und über die Außenbeziehung zu überprüfen. Grundsatz: Intrapsychische Arbeit geht vor interpsychischen Arbeit.
Ergebnis: Stärkung der gesunden Ich-Anteile, Verwandlung der kranken Ich-Anteile, Bildung neuer Ich-Anteile. Gelassenheit und Reifung entsteht. Alle vier Fragen sind wichtig. Die Summe aller Fragen ergibt die 5 – die magische Zahl der Quintessenz: Wie willst Du mit Deiner Welt, Familie, Firma, nach diesen Erkenntnissen weiterleben? Und das ganz konkret.
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Dr. Makoto Kusano beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Naikan. In Naikan geht es um die Änderung der Grundgedanken. Er möchte ein paar östliche Gedanken präsentieren. Yoshimoto-Sensei sagte, den Tod vor Augen haben und so Naikan machen, dass ist der richtige Weg. Wenn Du jetzt sterben würdest und Du erkennst, dass Du nur in die Hölle kommen wirst, dann mußt Du dein Leben ändern. Dogen sagte, der Buddha (jap. Hotoke) ist transzendent über Zeit und Raum - Naikan läßt uns zum Buddha kommen. Der Buddha hilft, das Ich zu überwinden. Der Mensch bildet sich ein, mit seiner Fähigkeit alles ändern zu können. Aber unser Leben steht unter den Gesetzen der Natur. Fernsehen, Zeitungen sind eine künstliche Welt, die uns manipuliert. Naikan versucht, sich auf das Selbst zu konzentrieren. Das ruft die Lebensrhythmen wieder hervor. Moderne Wissenschaft betrachtet die Natur als Objekt, das sie zu überwinden versucht. Die wissenschaftliche Entwicklung führt zu materieller Denkweise. Wir sehen den Menschen nur mehr als Organansammlung, als einen Mosaikmenschen ohne Zentrum. Die ganzheitliche Betrachtung fehlt. Östliche Heilung führt zur ganzheitlicher Gesundung von Mensch und Natur. Das Gesetz der Natur zu hören, das ist die innere Natur. Die Natur zu unterstützen ist das Prinzip. Die Vereinigung mit der Natur steht im Vordergrund. Viele Krankheiten entstanden nur durch unseren Gegensatz zu einem natürlichen Leben. Der Tod kann sehr rasch eintreten, wenn wir uns von diesem Prinzip entfernen. Naikan führt uns wieder zu unserem inneren Naturgesetz. Buddha ist Naturgesetz. Heilung ist Entfernung der störenden Faktoren – das heilt.
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Dr. Takahiro Takemoto sprach über seine Arbeit als Alkoholtherapeut und Naikan. Alkoholsucht wird heute hauptsächlich durch Gruppentherapie behandelt. Denn Süchtige verneinen in der Regel alles, sind meist passiv und verteidigend. Daher ist individuelle Therapie schwierig. Sie leugnen ihre Probleme mit Alkohol oder ihre Abhängigkeit. In der Gruppenbehandlung können sie sich mit anderen identifizieren und diese abwehrende Haltung überwinden. Gruppentherapien neigen allerdings dazu, oberflächlich zu bleiben und das ist die Grenze für die Selbstarbeit. Für Einsichtsvertiefung ist eine individuelle therapeutische Beziehung nötig. Es dauert auch lange. Der Nachteil der Gruppentherapie wird durch Naikan überwunden.
In seinem Krankenhaus werden die Themen jedes Behandlungs-Tags dokumentiert. Dadurch wird die psychische Veränderung des Patienten dokumentiert. Bei 97 Naikan-Patienten wurden Statistiken gemacht. Die anfänglichen Themen in der Naikan-Übung sind die Wahrnehmung über andere, wie empfangene Liebe usw. Danach kommen mit der Zeit auch Gefühle. Die Wahrnehmung über sich selbst kommt später, Selbstkritik, die Betrachtung eigener egoistischer Haltungen. Gegen Ende des Naikans steigt die Wertschätzung über die Methode. Der Entschluß, nicht mehr zu trinken, kommt am Ende und von selbst. 40 von 97 beobachteten Patienten haben sich von selbst entschlossen. Ergebnis: Die Verneinung ist überwindbar, Krankheitseinsicht entsteht, Beziehungsfähigkeit kommt wieder. 42% dieser Gruppe sind nach 24 Monaten nicht rückfällig geworden, mehr als doppelt soviel wie nach normaler Therapie.
Was heilt an Naikan eigentlich? Die Überwindung der Verneinung ist die Grundlage für die Heilung, meint Dr. Takemoto.
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Johanna Schuh stellte sich dem Thema „Was ist Heilung?" In der deutschen Sprache ist Heilung Überwindung von Krankheit, Wiederherstellung von Gesundheit. Heilen heißt aber nicht nur Gesundwerden, sondern auch Heilsein, Ganzsein, sich vollständig fühlen. Heil ist auch ein Synonym für Glück – das drückt sich in den Wünschen wie Berg heil, Ski heil usw. aus. Auch im religiösen Bereich sucht man Heil, durch die Hinwendung zu Gott zB. und die Abwendung von dem, was krank macht. Naikan begleitet uns auf dem Weg zum Heil, zum Ganzwerden, zu einem glücklichen Leben.
Was passiert also beim Naikan-Machen, was heilt dabei?
Prinzip 1: Durch die konsequente Betrachtung der Beziehung passiert Naikan. Viele Menschen fragen, warum sie erst die Mutter betrachten müssen und nicht gleich ihr Problem. Es ist aber gut, nicht sofort das Problem zu betrachten. Problembetrachtung macht den Blickwinkel eng. Durch die Naikanbetrachtung öffnet sich die Betrachtungsweise. Irgendwann stellt man fest, es gibt noch so viel anderes. Von dieser Erkenntnis berichten alle Naikan-Teilnehmer. Sie bemerken ihren Reichtum, was sie alles bekommen haben. Wir stellen fest, dass wir ein Problem über unser Leben hinaus haben. Wir leben und haben ein Problem. Wir sehen das ganze Puzzle und nicht nur die blauen Steine. Damit wird die Problemsicht realistischer. Das ist eine erster Schritt zur Heilung.
Prinzip 2: Der Übende findet selbst. Er wird begleitet, aber nicht dirigiert. Dadurch, dass er selbst findet, was er machen soll, kann er es später leichter umsetzen.
Prinzip 3: Wenn man beim Naikan ernsthaft und konkret bleibt, bemerkt man, was man wirklich gemacht hat. Anfänglich sehen wir nur oberflächlich, was wir getan haben. Wenn wir tiefer gehen, dann können die gleichen Betrachtungsobjekte plötzlich anders gesehen werden. Betroffenheit entsteht. Noch später wird möglicherweise man von der Wahrnehmung, wie es wirklich gewesen ist, überschwemmt. Man bemerkt, was man mit dem anderen gemacht hat. Dadurch registriert man, dass das eigene Tun Auswirkungen auf andere Menschen hat und ich Teil der Welt bin. Der Naikan-Leiter bittet, einfach mit dieser Haltung weiter Naikan zu machen. Durch Naikan bemerkt man, wie man Mauern gegenüber der Welt aufbaut. Daraus wachsen Probleme. Die Situation immer wieder heil zu machen ist die tägliche Naikan-Übung.
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Sonntag  3. September

Tadashi Takahashi brachte einen Beitrag zum Thema: Mehr Effizienz im Naikan. Er hat selbst 3x Naikan gemacht. Yoshimoto-Sensei hat Naikan durch seine eigene Religiösität geformt. Heutzutage denken die Menschen mehr rational. Um für diese Leute eine bessere Akzeptanz geschaffen, hat Takahasi-Sensei unter dem Namen Kodo-Naikan Ergänzungen zum Naikan-Prozess vorgenommen. Durch Untersuchungen fand er heraus, dass Kodo-Naikan wesentlich effizienter ist.
Was im Naikan erzielt werden soll, ist, das eigene Verhalten objektiv zu beobachten. Das Verhalten gegenüber allen Menschen soll verbessert werden. Darum hat er den Kodo-Naikan-Prozess in drei Phasen unterteilt:

  1. Vorbereitung zu Hause,

  2. Die Übung des Kodo-Naikan

  3. Nacharbeit nach dem Naikan

Insgesamt 10 Punkte schlägt Takahashi-Sensei zur Verbesserung der Effizenz von Naikan vor:

  1. Erstellung eines Genogramms von der Geburt bis heute als optimale Vorbereitung für den Prozess. Einerseits wird damit die Erinnerung stimuliert, andererseits kann man bei Unklarheiten die Beteiligten (Vater, Mutter u.a.) fragen.

  2. Das Verständnis der Teilnehmer erhöhen durch genaue Erklärung der Methode. Naikan ist eine Untersuchung über sich selbst, wie habe ich mich selbst verhalten?

  3. Durchführung eines kurzen Probenaikans. Untersucht wird die Phase der Schwangerschaft der Mutter, das Erleben der reinen Liebe der Mutter, dann als zweite Phase nach der Entbindung, dritte Phase Kleinkind bis zum Eintritt in die Schule. Durch die genaue Vorbereitung (Schritt 2 + 3) fast 100% richtiges Naikan.

  4. Ergänzung der drei Fragen durch zwei weitere: Worauf ist man gekommen und was will man in der Zukunft machen (4. und 5. Frage)? Diese Fragen sind später Grundlage für den Lebensplan.

  5. Durch Notizen die gefundenen Schätze sichern. Durch Naikan kommt man auf Punkte, die man vorher nicht kannte. Diese notiert man. Dann fragt man sich, was man neu machen will. Die bestehende Meinung, dass Schreiben beim Naikan-Prozess stört, ist zu beachten, aber wenn man einen Nutzen aus Naikan finden will, dann sind Notizen enorm wichtig.

  6. Nicht nur die Beziehungen zu Menschen, sondern auch zum eigenen Körper und der Seele werden im Kodo-Naikan untersucht. Wohlbefinden, Essen, Bewegung, Schlaf sind Faktoren für das Körper-Naikan, im seelischen Bereich sind es Objektivität, innere Ruhe und geistige Nahrung. Dadurch kann man eine völlig neue Sichtweise gewinnen, ob man das Leben richtig gelebt hat.

  7. Sich selbst überprüfen, ob die Betrachtung im Naikan tief genug war. Die von Takahashi-Sensei entwickelte Checkliste ist dafür sehr nützlich. Auch für die Zeit nach Naikan.

  8. Entwicklung eines Lebensplans. Durch die vielfältige Information kann man zu diesem Zeitpunkt sehr gut über den eigenen Lebensführung nachdenken. Diese Liste wird 5 x in 12 Monaten überprüft. Durch die Liste wird objektiv geprüft, ob man Ergebnisse verwirklicht hat. Man hat auch Erfolgserlebnisse, weil man Fortschritte erkennt.

  9. In der 3. Phase werden die Bemühungen bewertet. Es gibt 9 Fragen. Von 0 (bester) bis 5 (schlechtester Wert) werden die Ergebnisse bewertet. Dadurch kann man den Verlauf der Bemühungen beurteilen.

  10. 5 x innerhalb von 12 Monaten wird nach Naikan das Status der Lebensplan-Überprüfung an das Institut geschickt. Die Ergebnisse werden von Takahashi-Sensei kommentiert und zurückgeschickt.

In einer Untersuchung zeigt sich, dass sich unmittelbar nach Naikan die Werte stark erhöhen, dann folgt eine weitere Steigerung, die aber nach drei Monaten durch eine leichte Verschlechterung abgelöst wird. Ab 6 Monaten zeigt sich dann eine kontinuierliche Verbesserung der Verhaltenswerte bis zum Schluß.
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Gerald Steinke präsentierte die Situation von Naikan in Deutschland auch anhand seiner eigenen Situation. Viele Menschen fragten ihn: Wer ist der Mensch hinter Naikan in Deutschland? Er war EDV-Fachmann, sehr rational, heute empfindet er sich eher als intuitiven Typen. Er machte 1985 sein erstes Naikan und hat dadurch seine Lebensaufgabe gefunden. Er wollte ein Naikan-Zentrum eröffnen und verwirklichte diese Vision 1988.
Durch Naikan lösten sich Haß und Blockaden. Seine Frau löste diesen Haß aus, aber er konnte auf Grund seiner Naikan-Erfahrung loslassen, auch seine eigenen Schuldgefühle gegenüber seiner Frau. Die Einsicht der eigenen Anteile ist das Schwierigste in Naikan. Besonders katholisch geprägte Menschen, das ist seine Erfahrung, haben damit große Probleme.
Durch Naikan erkennen wir unser Täter-Sein. Dadurch finden wir zu Reue, Sühne und Befreiung. Wichtig dabei ist, dass er als Leiter nicht be- oder verurteilt.
Er machte in den ersten Jahren 6x Naikan. Prof. Miki hinterfragte das, aber er wollte sich bis zum letzten Punkt ausleuchten. Seine Frau hat er durch Naikan gefunden. Sie begleitet die Naikan-Teilnehmer sehr liebevoll. Er verkehrt hauptsächlich in Naikan-geübten Kreisen. Wer sich 100%ig von Naikan angesprochen fühlt, kann diesen Weg gehen. In Naikan kommt es nur darauf an, die eigene Verantwortung zu erkennen. Naikan kann jeder Mensch in seinen Weg integrieren. Gerald Steinke hat bis dato rund 1.000 Menschen in Deutschland begleitet. Er veranstaltete 5. Deutsche Naikan-Foren, heuer findet das 6. statt.
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Joachim Bottemöller Joachim Bottemöller stellte seinen Beitrag unter das Thema: Naikan – Bemühung, Sammlung, Achtsamkeit. Zum Naikan kam er durch die Neumühle, weil er einen Text darüber las. Er machte bei Gerald Naikan und später auch in Loccum. Er macht hier in Japan sein drittes Naikan. Sein Thema ist sein Problem. Er bemüht sich seit Jahren um Einsicht über seine Aufgabe. Er ist seit Jahren in einem Programm für Bewußtsein und Achtsamkeit. Schwerpunkt ist Entwicklung von Achtsamkeit, er fühlt sich da als Lernenden. Er machte auch ein Rückführungsseminar, übte sich mit Hilfe der Tafeln von Chantre, einer von französischen Zigeunern entwickelten Meditation über die Augen, weiters durch Fasten, Zen und dem Kontemplieren von Fragen im Gehen und in Bewegung. Mit Hilfe der Tomatis-Methode schulte er sein Gehör. Auch im Naikan geht es grundsätzlich um das Bemühen, um Entwicklung von Sammlung und Achtsamkeit/Bewußtheit.
Was kann man tun, um den „Erfolg" von Naikan zu erhöhen? Es bedarf gleich gesinnter Menschen und der Bereitschaft, aus dem Potential von Naikan-Erfahrungen zu schöpfen. Als Vorsitzender des Vereines Naikan e.V. ist er intensiv mit Naikan verbunden. Jetzt kam er nach Japan, um Naikan hier kennenzulernen und zu üben.

Für ihn heißt Achtsamkeit

  1. zu wissen, was ich erfahre
  2. bewußt zu leben
  3. die Lebensgesetze zu durchschauen

und das von Innen heraus, nicht nur vom Kopf gedacht.
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Gitti Fenko Gitti Fenko war von Anfang bei der Naikido-Intiative dabei und gestaltete 1994 die Gründung des Vereins mit. Die Vision war die Betreibung eines Land- und eines Stadtzentrums. Die Bedeutung des Vereinsnamens Naikido: Nai=Innen, Ki=Energie, Do=Weg. Viele Aktivitäten wurden im Verein gesetzt, unter anderem auch die Herausgabe einer Zeitschrift. 1994 wurde der 2. Naikan-Kongress in Wien durchgeführt. 1997 erfolgte die Gründung des Stadtzentrums im Hinterhof eines Hauses im 16. Wiener Gemeindebezirk. Im 1. Stock befindet sich ein kleiner Versammlungsraum, Josef Hartls Arbeitsraum und das Büro. Im 2. Stock ein großer Übungsraum, der auch als Tempelraum genutzt wird. In Lunz/See wurde dann 1998 das Landzentrum begründet. Johanna Schuh wurde Angestellte. Größter Schwerpunkt des Vereines ist die Verbreitung der Methode Naikan. 1997 ein erstes Naikan in Bayern, 1999 Eröffnung eines Naikido-Büros, jetzt Gründung eines eigenständigen bayrischen Naikido-Vereins. In Linz gibt es seit Frühjahr 2000 ein Naikido-Zentrum. Auch in der Schweiz wird regelmäßig Naikan in einem spirituellen Zentrum durchgeführt. In der Weiterbildung zum Shiatsu-Praktiker ist Naikan ein fester Bestandteil. Das Klima innerhalb des Naikido-Team ist durch Naikan und durch Geradlinigkeit und Offenheit geprägt.
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Setsuko Nakano berichtete über die Begleitung einer Naikan-Teilnehmerin bei ihrem Sterben. Diese Frau ist vor 2 Jahren gestorben. Sie wurde im Alter von 3 Jahren von ihrer Mutter verlassen. Als Erwachsene heiratete sie und hatte 3 Kinder. Sie litt unter Depressionen und manischen Zustände. Ihr Charakter war sehr gespalten, manchmal fröhlich und dann wieder extrem aggressiv. Sie hat Medikamente genommen. Als ihr Sohn starb, verschlimmerte sich ihr Zustand. Ihr Therapeut empfahl ihr den Besuch von Naikan. Dadurch löste sich ihr Hass gegen die Mutter. Im Naikan malte sie ihren Prozess in verschiedenen Phasen. Sie wollte eine Entschuldigung von ihrer Mutter. Diese hatte wieder geheiratet. Doch der Mutter war ein einsichtiges Gespräch nicht möglich. Es gab nur juristische Verhandlungen mit ihr wegen der Aufteilung des Vermögens. Später erkrankte die Frau an Krebs und malte bis zum Schluß ganz wunderbare Bilder. Statt einer Trauerfeier wünschte sie sich eine Ausstellung. Ihr Mann sagte nach ihrem Tod, dass ihre letzten Worte waren, dass der Krebs ein Segen war, weil sie dadurch bewußt gelebt hat. Sie machte bis zum Tod Naikan und ist glücklich gestorben.
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Kayoko Murase,Kayoko Murase, die Frau des verstorbenen INA-Präsidenten und selbst eine hochangesehene Psychotherapeutin, hat 5 Gruppen von Kindern untersucht, die im Spital waren. Eine Gruppe dabei war schon längere Zeit im Spital als daheim. Ihre Freunde waren bereits gestorben. Eine Gruppe waren ganz kleine Kinder, mit denen sie über Zeichnungen kommuniziert hat. Es waren Zeichnungen über alltägliche Ereignisse. Die Schüler befragte sie über normale Fragebögen. Als Ergebnisse fand sie heraus, dass in den letzten Jahren die Abhängigkeit von der Mutter gestiegen ist. Der wirtschaftliche Druck könnte ein Grund dafür sein. Wenn Kinder kritisiert werden, so zeigt sich noch eine Rollentrennung – große Kritik kommt vom Vater, alltägliche von der Mutter.
Die traditionelle Arbeitsaufteilung verliert in der japanischen Gesellschaft an Bedeutung. Doch wenn die Kinder krank sind, wollen sie eher von der Mutter gepflegt werden. Die familiäre Schutzfunktion hat eindeutig der Vater, aber die Eindeutigkeit nimmt ab, weil die Väter durch die berufliche Belastung daheim oft nicht präsent sind. Tröstung bekommt man von der Mutter. Die Kinder wünschen unmittelbare Pflege von der Mutter und allgemeinen Schutz vom Vater.
Kinder, die in Heimen aufwachsen, können auf diese Fragen kaum antworten. Denn die Mitarbeiter gehen nach Hause und die Wunde der Kinder bleibt offen. Sie finden keine seelische Verbindung. Später wird bei diesen Kindern der Wunsch, eine Familie zu haben, übermächtig, als zweiten Lebenswunsch formulieren sie praktisch nur soziale Intentionen wie das Helfen.
Ernsthafte Kommunikationszeit fehlt den meisten Kindern, Zeit, in der ihnen einfach jemand zuhört. Vater führt, Mutter folgt war das alte Muster der Rollenverteilung in Japan. Heute gleicht sich das mehr an. Die Position der Mutter wird immer stärker, weil der Vater immer weniger präsent wird. Für die soziale Anpassung der Kinder ist es aber enorm wichtig, dass die Familie in Ordnung ist. Das innere Bild muß mit der Realität übereinstimmen, damit das Kind sich entwickeln kann. Sonst haben die Kinder Angst, erwachsen zu werden. Wenn sie später Kinder selbst haben, möchten sie dann oft nur versäumte Gefühle nachholen.
Beim vorjährigen Familien-Kongress in Genf wurde von Experten aus aller Welt festgestellt, dass das gesunde Familienleben immer gefährdeter ist. Es ist aber die Grundlage der gesunden Entwicklung der Menschen und darum muß darauf besonders Wert gelegt werden.
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Gitti Fenko war von Anfang bei der Naikido-Intiative dabei und gestaltete 1994 die Gründung des Vereins mit. Die Vision war die Betreibung eines Land- und eines Stadtzentrums. Die Bedeutung des Vereinsnamens Naikido: Nai=Innen, Ki=Energie, Do=Weg. Viele Aktivitäten wurden im Verein gesetzt, unter anderem auch die Herausgabe einer Zeitschrift. 1994 wurde der 2. Naikan-Kongress in Wien durchgeführt. 1997 erfolgte die Gründung des Stadtzentrums im Hinterhof eines Hauses im 16. Wiener Gemeindebezirk. Im 1. Stock befindet sich ein kleiner Versammlungsraum, Josef Hartls Arbeitsraum und das Büro. Im 2. Stock ein großer Übungsraum, der auch als Tempelraum genutzt wird. In Lunz/See wurde dann 1998 das Landzentrum begründet. Johanna Schuh wurde Angestellte. Größter Schwerpunkt des Vereines ist die Verbreitung der Methode Naikan. 1997 ein erstes Naikan in Bayern, 1999 Eröffnung eines Naikido-Büros, jetzt Gründung eines eigenständigen bayrischen Naikido-Vereins. In Linz gibt es seit Frühjahr 2000 ein Naikido-Zentrum. Auch in der Schweiz wird regelmäßig Naikan in einem spirituellen Zentrum durchgeführt. In der Weiterbildung zum Shiatsu-Praktiker ist Naikan ein fester Bestandteil. Das Klima innerhalb des Naikido-Team ist durch Naikan und durch Geradlinigkeit und Offenheit geprägt.
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Setsuko Nakano berichtete über die Begleitung einer Naikan-Teilnehmerin bei ihrem Sterben. Diese Frau ist vor 2 Jahren gestorben. Sie wurde im Alter von 3 Jahren von ihrer Mutter verlassen. Als Erwachsene heiratete sie und hatte 3 Kinder. Sie litt unter Depressionen und manischen Zustände. Ihr Charakter war sehr gespalten, manchmal fröhlich und dann wieder extrem aggressiv. Sie hat Medikamente genommen. Als ihr Sohn starb, verschlimmerte sich ihr Zustand. Ihr Therapeut empfahl ihr den Besuch von Naikan. Dadurch löste sich ihr Hass gegen die Mutter. Im Naikan malte sie ihren Prozess in verschiedenen Phasen. Sie wollte eine Entschuldigung von ihrer Mutter. Diese hatte wieder geheiratet. Doch der Mutter war ein einsichtiges Gespräch nicht möglich. Es gab nur juristische Verhandlungen mit ihr wegen der Aufteilung des Vermögens. Später erkrankte die Frau an Krebs und malte bis zum Schluß ganz wunderbare Bilder. Statt einer Trauerfeier wünschte sie sich eine Ausstellung. Ihr Mann sagte nach ihrem Tod, dass ihre letzten Worte waren, dass der Krebs ein Segen war, weil sie dadurch bewußt gelebt hat. Sie machte bis zum Tod Naikan und ist glücklich gestorben.
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Kayoko Murase,Kayoko Murase, die Frau des verstorbenen INA-Präsidenten und selbst eine hochangesehene Psychotherapeutin, hat 5 Gruppen von Kindern untersucht, die im Spital waren. Eine Gruppe dabei war schon längere Zeit im Spital als daheim. Ihre Freunde waren bereits gestorben. Eine Gruppe waren ganz kleine Kinder, mit denen sie über Zeichnungen kommuniziert hat. Es waren Zeichnungen über alltägliche Ereignisse. Die Schüler befragte sie über normale Fragebögen. Als Ergebnisse fand sie heraus, dass in den letzten Jahren die Abhängigkeit von der Mutter gestiegen ist. Der wirtschaftliche Druck könnte ein Grund dafür sein. Wenn Kinder kritisiert werden, so zeigt sich noch eine Rollentrennung – große Kritik kommt vom Vater, alltägliche von der Mutter.
Die traditionelle Arbeitsaufteilung verliert in der japanischen Gesellschaft an Bedeutung. Doch wenn die Kinder krank sind, wollen sie eher von der Mutter gepflegt werden. Die familiäre Schutzfunktion hat eindeutig der Vater, aber die Eindeutigkeit nimmt ab, weil die Väter durch die berufliche Belastung daheim oft nicht präsent sind. Tröstung bekommt man von der Mutter. Die Kinder wünschen unmittelbare Pflege von der Mutter und allgemeinen Schutz vom Vater.
Kinder, die in Heimen aufwachsen, können auf diese Fragen kaum antworten. Denn die Mitarbeiter gehen nach Hause und die Wunde der Kinder bleibt offen. Sie finden keine seelische Verbindung. Später wird bei diesen Kindern der Wunsch, eine Familie zu haben, übermächtig, als zweiten Lebenswunsch formulieren sie praktisch nur soziale Intentionen wie das Helfen.
Ernsthafte Kommunikationszeit fehlt den meisten Kindern, Zeit, in der ihnen einfach jemand zuhört. Vater führt, Mutter folgt war das alte Muster der Rollenverteilung in Japan. Heute gleicht sich das mehr an. Die Position der Mutter wird immer stärker, weil der Vater immer weniger präsent wird. Für die soziale Anpassung der Kinder ist es aber enorm wichtig, dass die Familie in Ordnung ist. Das innere Bild muß mit der Realität übereinstimmen, damit das Kind sich entwickeln kann. Sonst haben die Kinder Angst, erwachsen zu werden. Wenn sie später Kinder selbst haben, möchten sie dann oft nur versäumte Gefühle nachholen.
Beim vorjährigen Familien-Kongress in Genf wurde von Experten aus aller Welt festgestellt, dass das gesunde Familienleben immer gefährdeter ist. Es ist aber die Grundlage der gesunden Entwicklung der Menschen und darum muß darauf besonders Wert gelegt werden.
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Gitti Fenko war von Anfang bei der Naikido-Intiative dabei und gestaltete 1994 die Gründung des Vereins mit. Die Vision war die Betreibung eines Land- und eines Stadtzentrums. Die Bedeutung des Vereinsnamens Naikido: Nai=Innen, Ki=Energie, Do=Weg. Viele Aktivitäten wurden im Verein gesetzt, unter anderem auch die Herausgabe einer Zeitschrift. 1994 wurde der 2. Naikan-Kongress in Wien durchgeführt. 1997 erfolgte die Gründung des Stadtzentrums im Hinterhof eines Hauses im 16. Wiener Gemeindebezirk. Im 1. Stock befindet sich ein kleiner Versammlungsraum, Josef Hartls Arbeitsraum und das Büro. Im 2. Stock ein großer Übungsraum, der auch als Tempelraum genutzt wird. In Lunz/See wurde dann 1998 das Landzentrum begründet. Johanna Schuh wurde Angestellte. Größter Schwerpunkt des Vereines ist die Verbreitung der Methode Naikan. 1997 ein erstes Naikan in Bayern, 1999 Eröffnung eines Naikido-Büros, jetzt Gründung eines eigenständigen bayrischen Naikido-Vereins. In Linz gibt es seit Frühjahr 2000 ein Naikido-Zentrum. Auch in der Schweiz wird regelmäßig Naikan in einem spirituellen Zentrum durchgeführt. In der Weiterbildung zum Shiatsu-Praktiker ist Naikan ein fester Bestandteil. Das Klima innerhalb des Naikido-Team ist durch Naikan und durch Geradlinigkeit und Offenheit geprägt.
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Setsuko Nakano berichtete über die Begleitung einer Naikan-Teilnehmerin bei ihrem Sterben. Diese Frau ist vor 2 Jahren gestorben. Sie wurde im Alter von 3 Jahren von ihrer Mutter verlassen. Als Erwachsene heiratete sie und hatte 3 Kinder. Sie litt unter Depressionen und manischen Zustände. Ihr Charakter war sehr gespalten, manchmal fröhlich und dann wieder extrem aggressiv. Sie hat Medikamente genommen. Als ihr Sohn starb, verschlimmerte sich ihr Zustand. Ihr Therapeut empfahl ihr den Besuch von Naikan. Dadurch löste sich ihr Hass gegen die Mutter. Im Naikan malte sie ihren Prozess in verschiedenen Phasen. Sie wollte eine Entschuldigung von ihrer Mutter. Diese hatte wieder geheiratet. Doch der Mutter war ein einsichtiges Gespräch nicht möglich. Es gab nur juristische Verhandlungen mit ihr wegen der Aufteilung des Vermögens. Später erkrankte die Frau an Krebs und malte bis zum Schluß ganz wunderbare Bilder. Statt einer Trauerfeier wünschte sie sich eine Ausstellung. Ihr Mann sagte nach ihrem Tod, dass ihre letzten Worte waren, dass der Krebs ein Segen war, weil sie dadurch bewußt gelebt hat. Sie machte bis zum Tod Naikan und ist glücklich gestorben.
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Kayoko Murase,Kayoko Murase, die Frau des verstorbenen INA-Präsidenten und selbst eine hochangesehene Psychotherapeutin, hat 5 Gruppen von Kindern untersucht, die im Spital waren. Eine Gruppe dabei war schon längere Zeit im Spital als daheim. Ihre Freunde waren bereits gestorben. Eine Gruppe waren ganz kleine Kinder, mit denen sie über Zeichnungen kommuniziert hat. Es waren Zeichnungen über alltägliche Ereignisse. Die Schüler befragte sie über normale Fragebögen. Als Ergebnisse fand sie heraus, dass in den letzten Jahren die Abhängigkeit von der Mutter gestiegen ist. Der wirtschaftliche Druck könnte ein Grund dafür sein. Wenn Kinder kritisiert werden, so zeigt sich noch eine Rollentrennung – große Kritik kommt vom Vater, alltägliche von der Mutter.
Die traditionelle Arbeitsaufteilung verliert in der japanischen Gesellschaft an Bedeutung. Doch wenn die Kinder krank sind, wollen sie eher von der Mutter gepflegt werden. Die familiäre Schutzfunktion hat eindeutig der Vater, aber die Eindeutigkeit nimmt ab, weil die Väter durch die berufliche Belastung daheim oft nicht präsent sind. Tröstung bekommt man von der Mutter. Die Kinder wünschen unmittelbare Pflege von der Mutter und allgemeinen Schutz vom Vater.
Kinder, die in Heimen aufwachsen, können auf diese Fragen kaum antworten. Denn die Mitarbeiter gehen nach Hause und die Wunde der Kinder bleibt offen. Sie finden keine seelische Verbindung. Später wird bei diesen Kindern der Wunsch, eine Familie zu haben, übermächtig, als zweiten Lebenswunsch formulieren sie praktisch nur soziale Intentionen wie das Helfen.
Ernsthafte Kommunikationszeit fehlt den meisten Kindern, Zeit, in der ihnen einfach jemand zuhört. Vater führt, Mutter folgt war das alte Muster der Rollenverteilung in Japan. Heute gleicht sich das mehr an. Die Position der Mutter wird immer stärker, weil der Vater immer weniger präsent wird. Für die soziale Anpassung der Kinder ist es aber enorm wichtig, dass die Familie in Ordnung ist. Das innere Bild muß mit der Realität übereinstimmen, damit das Kind sich entwickeln kann. Sonst haben die Kinder Angst, erwachsen zu werden. Wenn sie später Kinder selbst haben, möchten sie dann oft nur versäumte Gefühle nachholen.
Beim vorjährigen Familien-Kongress in Genf wurde von Experten aus aller Welt festgestellt, dass das gesunde Familienleben immer gefährdeter ist. Es ist aber die Grundlage der gesunden Entwicklung der Menschen und darum muß darauf besonders Wert gelegt werden.
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Erfahrungsberichte:

Koei Kuwahara

Koei Kuwahara stellte eine Akupunktur-Akademie in Boston USA vor, in der auch Naikan eingesetzt wird. Grundlage der Ausbildung ist, dass nicht nur technische Entwicklung in den Fertigkeiten, sondern auch Selbstentwicklung nötig ist, um ein guter Heiler zu werden. Auf seiner Akademie versucht man östliche und westliche Wege anzubieten. Das Verständnis entwickelt sich parallel besser. Es wird von den Schüler oft als schwierig empfunden, den ganzen Lebensweg zu überblicken. Aber ein Heiler ist nur gut, wenn seine Patienten weiter kommen. Naikan ist seiner Meinung nach auch dann wichtig, wenn Menschen sich glücklich fühlen, nicht nur bei Krisen oder Krankheiten. Im Mai war eine Naikan-Woche mit Ishii-Sensei in Boston. Durch dieses Naikan wurde bei Patienten der Heilerfolg größer und sie empfehlen Naikan auch anderen Patienten. Die teilnehmenden Heiler fanden zu mehr Selbstbewußtsein. Sie können den Zusammenhang zwischen äußeren und inneren Faktoren besser verstehen. Naikan soll in das normale Ausbildungsprogramm aufgenommen werden. In Boston wird ein Naikan-Symposium stattfinden.
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Gabriele Hofstätter referierte über ein Managementtraining unter dem Titel: „Naikan - wenn es keinen Ausweg mehr gibt." Sie setzt die drei Fragen in Managementtrainings ein. In einem Teambildungsprozess eines großen internationalen Unternehmens hat sie in einer schwierigen Situation auf die herrschende oberflächliche Betrachtung reagiert. Alle Seminarteilnehmer empfanden sich als gute Kollegen und Freunde. Tiefer gesehen waren sie aber Konkurrenten, die einander beinhart bekämpften. Durch die Situation drehte sich die gesamte Energie nach innen in einen schon jahrelang andauernden Kampf um Positionen. Nur in der Pause waren sie alle entspannt. Während des Trainings selbst waren sie nicht in der Lage, Ergebnisse hervorzubringen. Langsam kam der Konflikt an die Oberfläche. In dieser Phase lehnte die Gruppe auch Vorschläge der Leiterin ab. Da griff sie als Trainerin zu den 3 Naikanfragen und formulierte sie so:

  1. Was bekomme ich von den anderen und vom Team?
  2. Was gebe ich dem Team und den anderen?
  3. Welche Schwierigkeiten mache ich den anderen und dem Team?

Nach einer individuellen Prüfung waren die Gruppenmitglieder bereit, ihre individuellen Ergebnisse zu diskutieren. Es wurden ihnen klar, wie sie einander behinderten und bekämpften. Sie begannen offen und ehrlich zu kommunizieren. Sie hatten nie zuvor so miteinander gesprochen. Das Blatt wendete sich und sie bekamen Freude am gemeinsamen Gespräch. Sie erkannten ihre Möglichkeiten und dass sie nicht einander Ressourcen wegnehmen mußten, sondern auch viele andere Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens und am Markt für sich nutzen konnten. Dadurch wurden sie fähig, gemeinsame Maßnahmen zu entwickeln. Sie entwickelten auch klare Gegenstrategien für Rückfälle. Durch die Naikanfragen wurde die Pattsituation aufgebrochen und neue Möglichkeiten für ein gemeinsames Vorgehen geschaffen. Durch den Erfolg dieser Teambildung bekam Gabriele Hofstätter Folgeaufträge und wird weiter für dieses große Unternehmen tätig sein.
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Norimasu Nishida, der Präsident der Toyoko Inn-Hotel-Kette, sprach über seine eigene Erfahrung. Nach Naikan fühlt er sich immer mehr schmutzig und um nicht schlimmer zu werden, hat er über 20 mal Naikan gemacht. Er hat in einem seiner Hotels ein eigenes Zentrum aufgemacht, aber er hat dort noch nie Naikan gemacht. Ishii-Sensei hat es eröffnet. In seiner Hotelgruppe gibt es pro Jahr über 2 Millionen Gäste und er lädt alle zum Naikan ein. Tag für Tag macht er 2000 Menschen mit Naikan bekannt. Er möchte auch gerne wissen, mit welcher Methode er Menschen näher zum Naikan bringen. Auch in China möchte er in einem Hotel ein Naikan-Zentrum etablieren und sucht dafür einen Naikan-Leiter.
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Emilie Fazekas stammt aus Ungarn und lebt seit Jahren in Österreich. Sie ist seit 25 Jahren Krankenschwester. Mit Naikan kam sie erstmals 1983 in Budapest in Kontakt, weil sich dort ein Japaner täglich für eine Stunde ins Klo eingesperrt und Naikan gemacht hat. In einer persönlichen Krise kam sie 1998 zu einem Vortrag zu Johanna Schuh in die Volkshochschule Stöbergasse in Wien. Der Vortrag beeindruckte sie wegen der Kürze von Johannas Darstellung der Methode. Sie nahm im Anschluss die erste Gelegenheit zu Naikan wahr und die war bei Franz Ritter. Im Naikan erkannte sie, was sie alles Negatives gemacht hatte. Sie erkannte aber auch, dass es schon geschehen war und sie es nicht mehr ungeschehen machen konnte. Aber die Menschen waren immer noch da und hatten sie lieb. Sie hat ihre Sucht, sich herauszustellen erkannt und ihren Drang, sich über Leistung Zuwendung zu erkaufen. Sie sah auch, wie schwer es ihre Mutter als Alleinerziehende hatte und sie versöhnte sich mit dem Alkoholismus der Mutter. Sie konnte sich dadurch mit ihrem eigenen Alkoholkonsum auseinandersetzen. Wenn sie nicht trank, dann fiel sie in ihr Helfersyndrom. Sie sah, wie sie dadurch Menschen störte, indem sie half ohne zu fragen, ob das auch gewollt war. Vor dem zweiten Naikan glaubte sie, dass sie schon viel erledigt hatte und alles nicht so schlimm werden würde. Aber nach 2 Tagen machte sie über Lügen und Stehlen Gedanken. Sie erkannte ihre Projektionen in diesem Bereich, die sich dadurch äußerten, dass Leute, die lügen, sie abstoßen. Aber sie war ja auch nicht besser, das erkannte sie sehr genau. Nach dem 2. Naikan fand sie die Klarheit, dass sie selbst die Ursache ihrer Probleme und Krankheiten ist. Sie sah, wie sie die Realität nicht anerkennen wollte und wie sie Menschen und Tiere für ihre Zwecke mißbraucht. Sie erkannte, daß ihre Ängste nicht real sind und sie immer überleben kann. Sie erkannte auch, dass ihre Süchte nur der Versuch einer Stressbewältigung waren. Heute fragt sie einfach, was könnte passieren und schaut sich das an.
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Yoshinori Tanoma hat auf Empfehlung von Akira Ishii bei Motoyama-Sensei Naikan gemacht. Im Naikan fand er an sich selbst keine Wandlung vor, aber andere sagten, dass er sich verändert hätte. Im gleichen Jahr erkrankte er plötzlich sehr schwer und von den Ärzten wurden erwartet, dass er noch am Abend seiner Einlieferung ins Krankenhaus sterben würde. Im Koma hat sein ganzes Leben vor Augen gehabt. Es war wie im Naikan. Er sah, was er bekommen und was er zurückgegeben hat. Er empfand aber nichts dabei und hat seine beschmutztes Ich angesehen. Er fühlte sich ausweglos, weil er nicht davonlaufen konnte außer tiefer in das Sterben hinein. Er mußte also sein schmutziges Leben akzeptieren. Ganz knapp vor dem Tod realisierte er diese Gegebenheit und akzeptierte sich so wie er war. Wie durch ein Wunder erholte er sich von seiner Erkrankung und konnte das Spital wieder verlassen. Die medizinische Unterstützung hat ihm natürlich geholfen. Aber das Akzeptieren seiner Schmutzigkeit rettete ihm sein Leben. Sein damaliges Erleben war sehr ähnlich wie im Naikan, weil Naikan nahe der Lebensquelle ist. Er versuchte im Alltag Naikan zu machen, aber es war schwer durchzuhalten. 1-2 Stunden täglich aufzubringen ist schwierig. Dann begann er unterwegs in der U-Bahn Naikan zu machen. Man kann auch auf der Toilette Naikan machen, findet er. Am Anfang ist es schwierig, aber es geht mit der Zeit. Man muß jede Pause im Alltagsgeschehen nutzen. Dabei kommt man durchaus auf eine Stunde Naikan am Tag. Dann kann man ein Thema beliebig lang behandeln. Dadurch gewinnt man Wahrnehmungen, die man in der Naikan-Woche nicht hat. Ganz banale Kleinigkeiten werden durch diese Betrachtung immer wichtiger. Er empfiehlt das unbedingt. Jeder kann kleine Momente nutzen, die Augen schließen und Naikan machen. Naikan kann man nur selber tun. „Es klingt hier großartig, doch es gelingt mir auch nicht immer und jeden Tag." sagt er. Aber er macht weiter.
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Ryohei Kamawatari, ein bekannter japanischer Schriftsteller, hat im Zentrum Meiso no mori Naikan gemacht. Erst am 3. Tag gelang es ihm, tieferes Naikan zu machen, als er sah, wie sich Yanagida-Sensei tief vor dem Nachbarn verneigte. Dabei dachte er, ein solch schmutziger Menschen wie ich wird von so einem Menschen ehrfürchtig behandelt, indem er seine Stirn bis zur Tatami-Matte neigt. Das löste sich in ihm eine Blockade auf. „Wir haben hier am Kongress gemeinsam Fotos von Yanagida-Sensei gesehen und sein Verhalten ist in mir erneut lebendig geworden," erzählte er weiter. „Als ich in der zweiten Klasse war, stritten meine Eltern. Mein Vater war betrunken heimgekommen und zum Schluß wurde er gewalttätig gegen die Mutter. Sie wollte daraufhin das Haus verlassen und packte ihre Sachen ein. Wir Kinder bekamen Angst und klammerten uns an sie. Sie nahm uns beide in die Arme und sagte, dass sie immer für sie beide da ist. Sie weinte und ihre Tränen fielen auf meinen Kopf. Ich war so geliebt!" Dieses Gefühl drang damals im Naikan wieder in sein Herz. Durch die Liebe bekommt man eine große Kraft. „Ich machte weiter und sah, wie ich Abschied von meiner Heimatstadt nahm, um in die Schule zu gehen. Ich sah, wie mein Vater mich zum Zug brachte und von aussen schrie „Mach es gut!" und ich schrie zurück ‚Mutter, Vater!‘. Ich sah später dann viele Familien und ich wünschte mich zurück. Meine Mutter schrieb mir immer, wenn es mir schlecht ging. Sie schrieb mir, es gibt kein Genie, sondern nur Leute, die sich bemüht haben. Sie war eine einfache Frau, aber sie wußte, wie das Leben war. Ich war ein 68er Student, es gab Studentenrevolten, ich wollte nichts mehr von der Uni wissen und schrieb einen Brief, dass ich aufhören werde. Die Eltern kamen sofort und mein Vater sagte mir: ‚weißt Du wieviel Geld es uns kostet, dass Du hier studieren kannst?‘ Mutter sagte: ‚tu dein Bestes, bemühe dich.‘ Ich war aber dickköpfig und hatte nur oberflächliche Gründe für meinen Abbruch. Trotzdem hörte ich auf. Später war es, wie meine Eltern befürchteten, schwer einen Job zu finden und zu heiraten. Im Naikan erinnerte ich mich der Worte der Eltern und daran, dass ich meinen Eltern Schmerz zugefügt habe. Mein Vater wollte am Morgen nicht mehr aufstehen, um zur Arbeit zu gehen und fand keinen Sinn in seinem Leben." Zu Familienfesten traute sich Kamiwatari-San nicht mehr nach Hause. Sein Vater weinte oft. „Auch ich weinte hinter dem Naikan-Paravant und durch solche Erlebnisse entknotete sich mein Herz. Nach der Naikan-Woche war das Grün so schön, der Wald, die kleinen Blumen. Ich lebe in so einer schönen Welt, das konnte ich erleben. Für einen Verlag habe ich ein Buch über einen Räuber geschrieben, der Villen überfallen wollte. Seine Pläne wurden verraten und er kam unter strengen Hausarrest. Auch er dachte in dieser Zeit über seine Verbindung zu seiner Mutter und über die Mutter seiner Mutter usw. nach. Bis zur Lebensquelle ging diese Kette. Ein japanischer Theologe hat einmal gesagt, wenn man die Lebensquelle findet, werden alle Barrieren entfernt. Die Verbindung mit allen ist die Urquelle. Der Räuber verzichtete auf seine Pläne und erkannte, welche Aufgaben er wirklich hat. Diese hat er verwirklicht.
Dem Naikan verdanke ich auch solche Erkenntnisse, die die inneren Verknotungen auflösen. Dann bekommt jeder Mensch seinen eigenen Glanz."
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Erfahrungsberichte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Ines Schimming war ein Mädchen, obwohl ihre Eltern einen Knaben wünschte und lehnte in ihrer Kindehit vieles an sich ab. Ein Gedicht von Franz von Assisi inspirierte sie. Weil ihre Eltern areligiös waren, versuchte sie dieses Ideal ohne religiöse Vorbilder zu leben. Aber je mehr Gutes sie tat, desto mehr Hass spürte sie in sich selbst. Sie fühlte sich immer häßlicher und begann eine Analyse. Dadurch stellte sie fest, dass ihre Gefühle nicht immer mit der Realität übereinstimmten. 1997 machte sie bei Armin Morich Naikan, nachdem sie bei Gerald Steinke im Naikan-Forum hörte, dass Naikan ein Prozess hinter den Worten ist. Die 2. Frage war für sie ein großes Problem, weil sie fand, dass sie immer alles für sich selbst getan hat. Sie fand keine wirkliche Antwort auf die Frage und war sehr verzweifelt. Mitten in dieser Krise schlug ihr Gefühl um, als sie sah, dass sie so viel bekommen hatte, obwohl sie selbst nichts getan hat. Diese Erkenntnis wird sich immer halten, aber die „böse" Seite in ihr schlägt auch immer wieder zu. Sie macht abends Naikan wie ein Gebet, in dem sie den Tag an sich vorüber ziehen läßt. Oft erkennt sie auch da, wie wenig sie tut, aber sie denkt, morgen hat sie eine neue Chance. Durch Naikan beachtet sie auch mehr die spirituellen Neigungen ihrer Patienten und versteht dadurch als Ärztin den Gesamtprozess viel besser. Sie freut sich, im Dresdener Arbeitskreis dabei zu sein und dass immer mehr Menschen in Dresden Naikan machen.
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Petra Leuteritz ist Doktor der Psychologie und erzählte: „Ich bin aufgewachsen in einem System, in dem Sinnsuche durch Rationalität ersetzt war und die Gefühle in gute und schlechte unterteilt wurden. Ich blieb allein mit meinen Gefühlen und verhielt mich rational. Wenn ich allein war, kam alles in mir hoch, die Sehnsucht nach der Ganzheit, danach, die Quelle fließen zu lassen. Mir war aber immer klar, dass ich nicht eine Krankheit haben wollte, um z