Kodo-NaikanEin-Jahres-Programm für aktive SelbstentwicklungDas japanische Wort KODO heißt Verhalten", das zweite Wort NAIKAN Inneres Beobachten".Das Training im KODO NAIKAN geht also darum, das eigene Verhalten „von innen her" wahrzunehmen und selbst objektiv die Auswirkungen dieses Verhaltens zu prüfen. Die Teilnehmerin/der Teilnehmer wird im KODO-NAIKAN-Prozess darin trainiert, einen eigenen inneren Beobachter zu etablieren, der selbst ständig das eigene Verhalten beurteilt und im Idealfall auf künftige Auswirkungen hin überprüft. Trübende Elemente wie Ängste, übersteigerte Erwartungen, Ehrgeiz, Selbstüberschätzung oder Minderwertigkeitsgefühle werden aufgespürt und als Entscheidungskriterien neutralisiert. Die Teilnehmerin/der Teilnehmer lernt, Tatsachen und Entwicklungen objektiv einzuschätzen und auf Grund dieser objektiven Sicht zu entscheiden. Das klingt sehr einfach. Aber wer einmal versucht hat, sich selbst nur eine Minute lang ohne Kommentar und Selbstbeurteilung aus dem eigenen Denken heraus rein" zu beobachten, wird wissen, dass dies eine der schwierigsten Aufgaben ist, die es gibt. Doch in dieser objektiven Selbstbeobachtung steckt ein gewaltiges Potential an Kraft und Selbstverwirklichung. Diese Kräfte werden in der östlichen Psychologie seit Jahrtausenden kultiviert und genutzt. Sie sind jedoch kein Kultur-, sondern ein Menschheitserbe, das jedem von uns zur Verfügung steht. Mit dem KODO-NAIKAN-Prozess steht nun ein effektives, erprobtes und sicheres Mittel zur Nutzung dieser Potentiale zur Verfügung. Zeitablauf des KODO NAIKAN-ProzessesDer KODO NAIKAN-Prozeß dauert 12 Monate. Dieser Zeitraum ist lange genug, um Verhaltensänderungen nachhaltig zu etablieren. In diesen 12 Monaten absolviert der KODO-Teilnehmer drei 3-Tage-Seminarmodule, das erste am Beginn des Prozesses, das zweite nach 6 und das dritte als Abschluss nach 12 Monaten. In der Zeit zwischen des Seminaren findet ein persönliches Coaching durch einen der KODO NAIKAN-Leiter statt. Dieser Leiter begleitet den Klienten während der ganzen zwölf Monate. Zwischen zwei Seminarmodule findet ein KODO-Tag statt, an dem sich die Teilnehmer treffen und Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Prozess austauschen.
Abfolge des KODO NAIKAN-Prozesses:Modul 1: WurzelnIm ersten Seminar geht es darum, die grundsätzliche Situation des Teilnehmers zu überprüfen und den Veränderungsprozess zu starten. Die Teilnehmerin/der Teilnehmer überprüft in Stille und Abgeschiedenheit ihr/sein Verhalten gegenüber wesentlichen Bezugspersonen ihres/seines Lebens. Dafür bereitet sie/er sich bereits vor dem Seminar vor, indem ein persönliches Genogramm erarbeitet wird, eine Aufzeichnung ihre/seine wichtigsten Lebensstationen. Darüber hinaus überprüft die Teilnehmerin/der Teilnehmer aber auch ihr/sein Verhalten gegenüber dem eigenen Körper und dem geistig-seelischen Bereich (Mind). Mind-ManagementAus den Erkenntnissen des Seminar entwickelt die Teilnehmerin/der Teilnehmer einen KODO-Plan für ihr/sein weiteres Leben. Der KODO-Plan ist die Grundlage für ein effektives Mind-Management. Darin legt sie/er fest, welches Verhalten sie/er forcieren und welches sie/er abbauen möchte. Coachingphase 1 - Veränderung der MusterDie Erfahrungen mit der Umsetzung dieses KODO-Plans bilden den Inhalt der Coachingarbeit. Der Coach entwickelt gemeinsam mit der Teilnehmerin/dem Teilnehmer Strategien und Umsetzungsmuster, um das Verhalten im gewünschten Sinne zu verändern. KODO-Tag 1Am KODO-Tag erfolgt ein intensiver Austausch zwischen den Leitern und den Teilnehmern über die bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse. Gemeinsam werden in vertiefenden Übungen neue Perspektiven entwickelt, um die bisherigen Veränderungen nachhaltig werden zu lassen. Modul 2 - PotentialeIm zweiten Seminar wird einerseits das bisherige Verhalten überprüft, vor allem in Bezug auf die bereits erarbeiteten Bereiche. Im zweiten Schritt werden alle jene Bereiche einer intensiven Überprüfung unterzogen, die für die Teilnehmerin/den Teilnehmer unmittelbar wichtig sind für ihre/seine Aufgaben und Wirksamkeit im beruflichen Umfeld, also einerseits Ausbildungen, Berufsstationen usw., aber auch das eigene Verhältnis zu Körper und Geist, zur Pflege der Motivation und des seelischen Horizonts. Aus diesem Seminar schafft sich die Teilnehmerin/der Teilnehmer die Grundlagen für eine noch intensivere Auseinandersetzung mit dem Prozess der Veränderung und Selbstvertiefung, weil sie/er plastisch erkennt, wo, wie und warum sie/er erfolgreich war und welche Auswirkungen dies auf ihr/sein Leben und auf den Erfolg des Tuns hatte. Der bisherige KODO-Plan wird - wenn notwendig und erwünscht - modifiziert und erweitert. Coachingphase 2 - die FeinarbeitIn der zweiten Coachingphase wenden wir uns mit der Arbeit dem Feinschliff des persönlichen Verhaltens zu. Zugleich werden die Perspektiven für die Zukunft mehr in den Vordergrund gerückt, um der gesamten Arbeit einen weiterführenden Rahmen zu geben. KODO-Tag 2zu Unterstützung bei der Umsetzung des eigenen KODO-Plans und des Coachings durch den Leiter findet ein weiterer gemeinsamer Tag statt, an dem wir Erfahrungen austauschen und Erkenntnisse vertiefen. Übungen helfen, den Feinschliff noch punktgenauer durchzuführen. Modul 3 - PerspektivenIn diesem abschließenden Seminar werden die Veränderungen der vergangenen Monate genau und objektiv untersucht und damit das neue Verhalten durch Einsicht verfestigt. Wesentliche Themen des Prozesses werden noch einmal mit Hilfe der Naikan-Methode untersucht. Für den KODO-Plan wird eine Mittel- und Langfrist-Perspektive entwickelt und dessen Umsetzung in die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmerin/des Teilnehmers übertragen. KODO NAIKAN: Methodischer AnsatzDer KODO NAIKAN-Prozeß wurde von Tadashi Takahashi entwickelt, einem Unternehmensberater in Tokyo, der selbst jahrelang als Betriebsratsobmann über 3000 Mitarbeiter eines japanischen Unternehmens vertrat. Seine Arbeit beruht auf den Entwicklungen von Ishin Yoshimoto, Geschäftsmann und Personalentwickler in Nara, der in den vierziger Jahren mit NAIKAN einen völlig neuen Ansatz der Persönlichkeitsentwicklung formte. Die Naikan-Methode untersucht präzise Geben und Nehmen in einer Beziehung oder einer beruflichen/persönlichen Situation. Als weiterer Schritt wird fokussiert, wie die Teilnehmerin/der Teilnehmer selbst durch ihr/sein Verhalten die Situation unter Umständen negativ beeinflusst. Die Grund-These ist die banale Erkenntnis, dass der einzige Mensch, den wir wirklich ändern können, wir selbst sind. Diese Veränderung zieht aber Veränderungen im persönlichen Umfeld mit sich, weil unsere Umwelt auf unser Verhalten unmittelbar reagiert. Somit lernen wir, entspannter mit unseren Ansprüchen an die Umgebung umzugehen und andere, weniger konfrontative, aber gerade dadurch oft erfolgreichere Kommunikations-Strategien zu entwickeln. Wenn nötig, steht uns natürlich auch die Konfrontation als Interventionsinstrument zur Verfügung, doch gelingt es uns nach Naikan leichter, sie wirklich als Instrument zu nutzen und die Auseinandersetzung nicht auf der persönlichen Ebene eskalieren zu lassen. Das KODO-NAIKAN-Seminar braucht besondere Arbeitsbedingungen, die sich grundlegend von fast allen anderen Seminartypen unterscheiden. KODO-NAIKAN wird allein, in einem Einzelzimmer geübt. Es gibt außer am Beginn und am Ende keine Interaktion zwischen den Teilnehmern. Dadurch werden keinerlei sensible Inhalte anderen Teilnehmern bekannt. Die Ergebnisse der Erkenntnis-Arbeit werden nur einem der Seminarleiter in Einzel-Interviews mitgeteilt. Im Seminar wechselt sich die Einzel-Erkenntnis-Arbeit mit theoretischen Inputs zu den Seminarthemen ab. 8 bis 10 mal am Tag gibt es Einzel-Interviews mit einem der KODO-NAIKAN-Leiter. Es werden zusätzlich zur Verdeutlichung der Situation und zum Einprägen neuer Verhaltensweisen Hilfs-Techniken aus dem Bereich der Human-Psychologie je nach Situation und Notwendigkeit eingesetzt. Während des Seminarablaufs gibt es praktisch keine Pause, jedoch einige Möglichkeit zu körperlicher Betätigung. Die Pause ist auch nicht notwendig, weil die Arbeit selbst auf einem sehr niedrigen Energielevel durchgeführt wird und jederzeit z.B.. ein kleiner Spaziergang gemacht werden kann oder Erfrischungen zu sich genommen werden können. Die Arbeit selbst sollte dabei aber eben nicht unterbrochen werden, um Störungen der durchgängigen Konzentration zu vermeiden. Damit kann sich der Prozess kurvenförmig von selbst vertiefen und auch seinem Eigenrhythmus wieder daraus auftauchen. ERFAHRUNGSBERICHTE |
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